Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lebensbedrohliche Gefäßentzündung - Wegener-Granulomatose erkennen und behandeln

30.05.2011
In Europa leiden etwa fünf von 100 000 Menschen an der so genannten Wegener-Granulomatose. Bei der Gefäßerkrankung, die unbehandelt tödlich verlaufen kann, kommt es vor allem zu Entzündungen in Nase, Nasennebenhöhlen, Ohren, Lunge und Nieren.

Für den HNO-Arzt in der Praxis ist die Diagnose dieser seltenen Erkrankung oft schwierig. Wie sich die Wegener-Granulomatose erkennen und erfolgreich behandeln lässt, diskutieren Experten auf der 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) vom 1. bis 5. Juni 2011 in Freiburg.

Die Symptome der Wegener-Granulomatose sind nicht unbedingt außergewöhnlich: Entzündungen der Nase und der Nasennebenhöhlen, Krustenbildungen und Blutungen der Nasenschleimhaut, ein Erguss im Mittelohr – solche Krankheitszeichen sieht ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt jeden Tag. „Für den behandelnden Arzt ist es eine Herausforderung, die häufig unspezifischen Symptome dieser seltenen Erkrankung richtig zuzuordnen“, sagt Professor Petra Ambrosch, Direktorin der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie an der Universität Kiel im Vorfeld der HNO-Tagung.

Die richtige Diagnose ist für den Patienten lebenswichtig. Denn bei dieser Gefäßerkrankung sind die harmlos wirkenden Krankheitssymptome erste Anzeichen einer chronischen Entzündung der kleinen und mittelgroßen Gefäße, die auch lebenswichtige Organe betrifft. In der Folge bilden sich Gewebeknoten, so genannte Granulome, beispielsweise in der Lunge. Auch die winzigen Gefäßknäuel der Niere, die so genannten Nierenkörperchen, werden in Mitleidenschaft gezogen. Bis in die 1980er Jahre hinein verlief die Krankheit meist tödlich.

Welche Therapieverfahren die Lebenserwartung und -qualität verbessern und welche Risikofaktoren für die Entstehung der Krankheit eine wesentliche Rolle spielen, erläutern HNO-Experten auf der 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC vom 1. bis 5. Juni 2011 in Freiburg.

Terminhinweise:

82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO KHC)
Termin: 1. bis 5. Juni 2011
Ort: Konzerthaus Freiburg / Cinemaxx Freiburg
Kongress-Pressekonferenz
Termin: Dienstag, 31. Mai 2011, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Novotel am Konzerthaus, Raum Colmar, Konrad Adenauer Platz 2, 79098 Freiburg
Freier Vortrag:
Molekulare Signatur der gestörten Barrierefunktion der nasalen Mukosa bei Wegenerscher Granulomatose
M. Laudien, R. Häsler, J. Wohlers, J. Böck et al., Kiel/Lübeck
Termin: Freitag, den 3. Juni 2011, 17.30 bis 18.50 Uhr
Ort: Konferenzraum 9 / Konzerthaus Freiburg
Patiententag
Thema: Was tun bei Nasenatmungs- und Nasennebenhöhlenproblemen?
Termin: 4. Juni 2011, 15.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, HNO-Hörsaal, Kilianstraße 5, 79106 Freiburg

Themen und Referenten der Pressekonferenz:

Die 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC in Freiburg – Highlights und Schwerpunkte

Professor Dr. med. Dr. h.c. Roland Laszig, Präsident der DGHNO KHC, Direktor der Universitätsklinik für HNO, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg

Cochlear Implantate gegen Tinnitus und einseitige Taubheit: Wie verbessert ein neues Behandlungsmodell die Hörqualität von Betroffenen?

PD Dr. med. Susan Arndt, Oberärztin an der Universitätsklinik für HNO, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg

Behandlungsmethoden bei Glomustumoren im Mittelohr: Wann hilft eine Radiotherapie und wann sollte operiert werden?

Prof. Dr. med. Carsten C. Bödeker, Oberarzt an der Universitätsklinik für HNO, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg

Operationen an Ohr, Nase und Gesichtshaut: Wie sieht die Zukunft der HNO-Fachärzte in der ästhetischen Chirurgie aus?

Prof. Dr. med. Alexander Berghaus, Direktor der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Klinikum Großhadern, München

Die zunehmende Bedeutung von Stammzellen in der Biologie und Therapie von Kopf- und Hals-Karzinomen

Prof. Dr. med. Barbara Wollenberg, Direktorin der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Medizinischen Universität zu Lübeck, Lübeck

Ihr Kontakt für Rückfragen:

Pressestelle der 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC:
Anna Julia Voormann / Christina Seddig
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-442
E-Mail: seddig@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://www.hno.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Geckos kommunizieren überraschend flexibel
29.05.2017 | Max-Planck-Institut für Ornithologie

nachricht Bauchspeicheldrüsenkrebs: Forschungsgruppe erprobt erfolgreich neue Diagnose- und Therapieansätze
29.05.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise