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Labor für die Algenforschung an der Hochschule Lausitz eröffnet

13.09.2011
An der Hochschule Lausitz (FH) in Senftenberg wurde heute nach umfassender Erweiterung mit Geräten und Anlagen die feierliche Eröffnung des Labors für die Algenforschung vorgenommen. Daran nahm auch der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, Henning Heidemanns, teil.

Mit der Investitionsförderung des Landes Brandenburg in Höhe von 214.000 € wurden an der Hochschule Lausitz der Umbau der Algenversuchsreaktoren und die Erweiterung der technischen Versuchsstände realisiert. Das Vorhaben wurde im Rahmen des Forums Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Bildung der Energieregion Lausitz entwickelt und unterstützt, welches durch den Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski geleitet wird.

Ziele sind die weitere Stärkung der wissenschaftlichen Kompetenz im Bereich der Algenbiomasseforschung der Energieregion Lausitz am Standort Senftenberg und die Initiierung von Forschungsprojekten mit Unternehmenspartnern, um die Kosten der Herstellung und Verarbeitung der Biomasse weiter zu senken und so wettbewerbsfähig für die industrielle Produktion zu gestalten.

Realisiert wurden die Errichtung eines Thermolyse-Versuchstandes und der Aufbau einer Extraktions-Testanlage, womit feuchte oder trockene Algenbiomasse vorwiegend Fette (Gewinnung von Biokraftstoffen) und andere Wertstoffe, wie z.B. Proteine (Futterzusatz) gewonnen werden können.

An der Hochschule Lausitz laufen seit Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Herstellung von Algenbiomasse. In Photobioreaktoren werden Algen gezüchtet, die während der Wachstumsphase mittels Photosynthese CO2 verbrauchen. Der biologischen Fixierung des Treibhausgases CO2 aus Rauchgasen könnte zukünftig ein entscheidender Klimaschutzbeitrag zukommen. Hierfür wird der Prozess der Herstellung der hochenergetischen Biomasse einer stetigen Optimierung unterzogen, und es erfolgt eine intensive Forschung zum Einsatz der Biomasse aus Mikroalgen zu weiteren Nutzungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten.

Mit der Veranstaltung wurde ein aktueller Überblick zu den wissenschaftlichen und unternehmerischen Aktivitäten im Bereich der Algenforschung am Standort Senftenberg gegeben. Im Anschluss erfolgte die Laboreröffnung vor mehr als 50 Teilnehmern und zahlreichen Medienvertretern im Beisein des Staatssekretärs, Henning Heidemanns, des Landrates des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze, des Forenleiters Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Bildung und Oberbürgermeister der Stadt Cottbus, Frank Szymanski, des Präsidenten der Hochschule Lausitz (FH), Prof. Dr. Günter H. Schulz, und der Geschäftsführerin der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH, Martina Greib.

Mit dieser Veranstaltung wurden Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik der Länder Brandenburg und Berlin sowie des Freistaates Sachsen zusammengeführt. Diese diskutierten gemeinsam die wirtschaftliche Nutzung der Algenbiomasse und neue Ansätze in der Zusammenarbeit.

Gemeinsame Pressemitteilung der Energieregion Lausitz und der Hochschule Lausitz

Kontakt:

Norman Müller
Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH
Projektmanager
Am Turm 14
03046 Cottbus
Tel.: 0355 28890403
Mobil: 0162 4010074
E-Mail: mueller@energieregion-lausitz.de
Internet: http://www.energieregion-lausitz.de
Ralf-Peter Witzmann
Hochschule Lausitz (FH)
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Großenhainer Straße 57
01968 Senftenberg
Tel.: 03573 85283
E-Mail: presse@hs-lausitz.de

Ralf-Peter Witzmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-lausitz.de

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