Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Krebs: Gentherapie lässt Tumore verschwinden

22.04.2010
Erste Tests bei Hautkrebs erfolgreich

Wissenschaftler der Strathclyde University haben offenbar einen Durchbruch bei der Behandlung von Krebstumoren mittels Gentherapie erzielen können. Das Forscherteam um Christine Dufès hat ein Verfahren identifiziert, mit dem sich Gene ohne das gesunde Gewebe zu beschädigen in schwer erreichbare Tumore transportieren lassen.

Bei Labortests mit dieser auf Suchen und Zerstören basierenden Therapie verschwanden bei Hautkrebs 90 Prozent der Tumore völlig. Derzeit untersucht das Team die Wirksamkeit des neues Verfahrens bei anderen Formen der Krankheit. Details der Forschungsergebnisse wurden im Journal of Controlled Release http://www.sciencedirect.com/science/journal/01683659 veröffentlicht.

Plasmaprotein Transferrin

Derzeit können die meisten Gentherapien bei Tumoren nicht eingesetzt werden, ohne das umgebende gesunde Gewebe zu schädigen. Die Wissenschaftler untersuchten neue Möglichkeiten mit Hilfe des Plasmaproteins Transferrin, das Eisen durch das Blut transportiert. Trägerproteine für Transferrin werden bei Krebserkrankungen häufig in großen Mengen nachgewiesen.

Bei ersten Tests mit Hautkrebszellen zeigte sich, dass die Behandlung zu einer raschen und anhaltenden Rückbildung der Tumore über einen Zeitraum von einem Monat führte. Eine Toxizität konnte in diesem Zusammenhang nicht nachgewiesen werden. In 90 Prozent der Fälle verschwanden die Tumore vollständig.

Viel versprechende Tests

Dufès erklärte, dass die ersten Tests sehr viel versprechend gewesen seien. Die Tumore zum Verschwinden bringen zu können, sei für die Wissenschaftler ein großer Durchbruch gewesen. Vor allem, da es derzeit keine Gentherapie dieser Art auf dem Markt gebe. Bis jetzt hätten die Wissenschaftler nur Laborversuche bei einer Krebsart durchgeführt. Weitere Einsatzmöglichkeiten werden laut BBC erforscht.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.strath.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen
22.02.2018 | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

nachricht Rettender Ritter in goldener Rüstung
22.02.2018 | Exzellenzcluster Entzündungsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics