Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Krähen verwenden richtige Werkzeuge ohne Training

07.08.2009
Komplexe Überlegung erstaunt Forscher

Neue Experimente mit Neukaledonien-Krähen haben gezeigt, dass die Tiere in der Lage sind, bis zu drei verschiedene Werkzeuge in korrekter Reihenfolge zu verwenden, um ihr Ziel zu erreichen.

Bisher hat man bei keinem anderen Lebewesen ein solches Verhalten ohne vorheriges Training beobachten können, berichten die Forscher von der Oxford University im Wissenschaftsmagazin PLoS one. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, was die Tiere über ihre Fähigkeiten und Aktionen mit Werkzeugen verstehen.

Aufeinanderfolgendes Verwenden von Werkzeugen wurde von Forschern sehr oft als Beweis für fortgeschrittene kognitive Fähigkeiten wie etwa Planung und logisches Denken angeführt. Allerdings fehlte es bis jetzt an genaueren Untersuchungen. Bekannt war den Forschern, dass Neukaledonien-Krähen auch in der freien Wildbahn eine Reihe von verschiedenen Werkzeugen wie etwa Äste zur Futtersuche und zum Verschlingen der Beute benutzen. Im Laborversuch konnten die Forscher bei einem weiblichen Tier das bisher unbekannte Verhalten feststellen. Dabei hatte der Vogel spontan neue Werkzeuge verwendet, um an sein Futter zu kommen.

Werkzeuge, die verwendet werden, um andere Werkzeuge herzustellen, waren bisher immer nur vom Menschen bekannt. Das Verhalten der Krähen konnten Forscher der Auckland University auch schon beobachten. In der jüngsten Studie der Wissenschaftler Joanna Wimpenny, Alex Weir, Christian Rutz und Lisa Clayton war die Versuchsanordnung allerdings sehr komplex angeordnet. Das Futter war so versteckt, dass der Vogel es nur mit einem bestimmten langen Stecken bergen konnte. Um diesen Stecken allerdings zu bekommen, musste die Krähe zwei andere kürzere Stecken verwenden, um an das passende zu kommen.

Video der Neukaledonien-Krähe Betty http://www.ox.ac.uk/media/news_stories/2009/090805_1.html

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.zoo.ox.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Entzündung weckt Schläfer
29.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Rostocker Forscher wollen Glyphosat „entzaubern“
29.03.2017 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten