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Konzepte für eine nachhaltige industrielle Wassernutzung - Projekt ChemWater gestartet

13.07.2011
Industrielles Know-How für den Erhalt der Wasserressourcen: Das ist die Quintessenz des europäischen Projekts ChemWater, das soeben seine Arbeit aufgenommen hat.

Über die Laufzeit von 30 Monaten wollen elf internationale Partner aus Forschung, Industrie und Wasserwirtschaft eine langfristige Strategie zur nachhaltigen industriellen Nutzung von Wasser entwerfen und dabei bestehende Initiativen und Projekte zusammenführen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Erschließung technologischer Potenziale im Bereich der Nanotechnologie, der Materialforschung und der Prozessinnovation.

Angesichts regionaler Wasserknappheit, die durch verschiedene Faktoren wie etwa den Klimawandel verschärft wird, muss Europa seine Wasserressourcen effizienter nutzen. Die chemische Industrie spielt dabei eine wesentliche Rolle: Sie ist einer der größten Wassernutzer und stellt gleichzeitig Schlüsseltechnologien für die Wassernutzung bereit.

Das EU-geförderte Projekt ChemWater soll europäische Initiativen im Rahmen bestehender Technologieplattformen und darüber hinaus vernetzen, um neue Erkenntnisse vor allem aus den Bereichen Nanotechnologie, Materialforschung und Prozessinnovation auszuwerten und für ein nachhaltiges industrielles Wassermanagement zu nutzen.

Kerngedanke des Projektes ist, nicht nur den Nutzen von Wasser für die Chemie zu berücksichtigen, sondern auch den Nutzen der Chemie für das Wassermanagement. Damit soll die Rolle der Prozessindustrien als Technologieanbieter und Know-How-Träger unterstrichen werden. Die chemische Industrie als Ausgangspunkt bietet den Vorteil, dass Erkenntnisse auf eine Vielzahl anderer Branchen wie Bergbau, Biotechnologie, Pharma, Lebensmittel, Elektronik, Papierherstellung und Energiewirtschaft übertragen werden können.

Die einzelnen Schritte des Projekts bauen logisch auf diesem Ansatz auf: Anhand industrieübergreifender Synergien soll eine Roadmap 2050 für Technologie- und Prozessentwicklung aufgestellt werden, aus der der Forschungsbedarf und wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten abgeleitet werden können. Gleichzeitig sollen Konzepte für die praktische Markteinführung neuer Lösungen und entsprechende Informationsangebote entwickelt werden. ChemWater unterstützt so mit einer einheitlichen, interdisziplinären und branchenübergreifenden Strategie die Realisierungder „Water Efficient Europe“-Initiative im Rahmen der europäischen Innovationspartnerschaften. Die Ausgestaltung einer solchen Partnerschaft wird auf einem ChemWater Workshop Anfang 2012 diskutiert werden.

Dr. Christine Dillmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dechema.de/

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