Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klimawandel, Hormone, Licht: Wie unsere Lebensweise die Biodiversität in den Binnengewässern bedroht

17.05.2010
Der gerade erschienene Global Biodiversity Outlook 3 (GBO3) zeigt: Die Binnengewässer gehören weltweit zu den am stärksten gefährdeten Ökosystemen.

Dabei bilden ihre Ökosystemdienstleistungen wie die Bereitstellung von Trinkwasser und Nahrung, die Speicherung von Kohlenstoff, Erholung, usw. maßgeblich die Grundlage des menschlichen Lebens. Welche menschlichen Einflüsse die Gewässer bei uns verändern und wann kritische Schwellen erreicht werden, können Journalisten u.a. bei einer Boots-Pressefahrt am 20. Mai auf den Berliner Müggelsee entdecken.

Binnengewässer sind allgemein bekannte Beispiele für sprunghafte Veränderungen: Werden bestimmte Schwellenwerte überschritten (Tipping-Points), können sich die Lebensbedingungen im Gewässer schlagartig wandeln, und mit ihnen die Artenzusammensetzungen und ihre Dienstleistungen. Wie im Falle der Eutrophierung eines Gewässers verhält sich eine ansteigende Einwirkung (z.B. die Erhöhung der Nährstoffe durch Überdüngung) nicht linear zu ihren Folgen (z.B. Algenwuchs), vielmehr beschleunigen sich ab einem bestimmten Punkt die abhängigen Prozesse durch Rückkopplungseffekte rasant, das Gewässer "kippt".

Verschiedene Faktoren verändern als Folge unserer menschlichen Lebensweise dauerhaft Ökosysteme wie unsere Gewässer und bedrohen damit auch die genannten Dienstleistungen.

Am Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) untersuchen Wissenschaftler diese Faktoren in verschiedenen Projekten. Anlässlich einer deutschlandweiten Presseaktion, initiiert von Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, können Journalisten am 20. Mai u.a. bei einer Bootstour auf dem Müggelsee und einer Führung Einblick in diese Forschungsthemen bekommen.

Hier finden Sie fertige Themenexposés zu den Forschungsprojekten:

Thema 1: Globale Erwärmung bringt Binnengewässer wie den Berliner Müggelsee an den Kipp-Punkt
Thema 2: Pharmaka – eine weitere Gefahr für aquatische Ökosysteme?
Thema 3: „Verlust der Nacht" - Wie viel Lux verträgt unsere aquatische Vielfalt?
Informationen zur Anmeldung sowie weitere spannende Geschichten und Expertenmeinungen zur Erforschung der sich wandelnden biologischen Vielfalt finden Sie in einer interaktiven Landkarte unter http://www.biodiversity.de/tagderbiodiversitaet.
Kontakt:
Sebastian Tilch
NeFo-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
Tel: 0341 235 - 1062
Email: medien@biodiversity.de
Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland ist ein Projekt im Rahmen von DIVERSITAS-Deutschland (www.diversitas-deutschland.de), gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Projekt wird maßgeblich durchgeführt durch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Leipzig, das Museum für Naturkunde Berlin und die Universität Potsdam sowie die Mitglieder des DIVERSITAS-Deutschland Beirates.

Weitere Informationen und Hinweise zum NeFo-Projekt und Team unter http://www.biodiversity.de

Sebastian Tilch | idw
Weitere Informationen:
http://www.biodiversity.de
http://www.biodiversity.de/tagderbiodiversitaet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Entzündung weckt Schläfer
29.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Rostocker Forscher wollen Glyphosat „entzaubern“
29.03.2017 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten