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Nicht-invasiver Gentest für Embryos entwickelt

07.07.2011
Cumuluszellen enthalten zahlreiche Informationen

Fruchtbarkeitsexperten haben laut eigenen Angaben ein nicht-invasives Verfahren zur Untersuchung von Embryos auf genetische Anomalien entwickelt.

Derzeit ist es noch notwendig, dem Embryo Zellen zu entnehmen. Ein Vorgang, den Experten für risikoreich halten. Wissenschaftler der University of Oxford gehen davon aus, dass es möglich ist, die gleichen Tests an den Zellen durchzuführen die die befruchtete Eizelle umgeben und normalerweise weggeworfen werden. Der Test könnte darüber Auskunft geben, ob eine Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Kind eine Krankheit wie Down Syndrome haben wird. Dieses Verfahren wäre nicht nur weniger invasiv, sondern auch kostengünstiger.

Anomalien stimmen überein

Die leitende Wissenschaftlerin Elpida Fragouli erklärte laut BBC, dass die Eizellen in den Eierstöcken von einer Wolke winziger Zellen umgeben sind, den so genannten Cumuluszellen. "Diese Zellen werden normalerweise bei einer künstlichen Befruchtung entfernt und danach entsorgt. Daher sollte es einfach sein, sie für die Analyse zu entnehmen." Das Team untersuchte Cumuluszellen von 26 Frauen, die vor einer künstlichen Befruchtung Gentests durchführen ließen. Anomalien in diesen Zellen schienen mit genetischen Fehlern in den entsprechenden Eizellen übereinzustimmen.

Fragouli betonte, dass die Wissenschaftler derzeit noch die Nützlichkeit dieser Gene als nicht-invasive Marker des Chromosom-Status und der -qualität überprüften. Es sei jedoch bemerkenswert, dass mehrere dieser Gene eine Rolle bei entscheidenden Zellfunktionen der Cumuluszellen und der Eizelle spielen. Dazu gehören die Signalübertragung und Regulierung zwischen den Zellen, Reaktionen der Hormone und das Absterben von Zellen.

Weitere Details sind unter http://www.eshre.eu/ESHRE/English/Annual-meeting/Stockholm-2011/page.aspx/1087 zu finden.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.ox.ac.uk

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