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Internationales Erasmus-Mundus-Netzwerk mobilisiert Hirnforscher

12.04.2011
Sprache, Musik und Hören sind die zentralen Forschungsthemen der Wissenschaftler im neuen Erasmus-Mundus-Netzwerk "Auditory Cognitive Neuroscience (ACN)", koordiniert durch die Universität Leipzig. Es soll den Austausch von jungen und bereits etablierten Hirnforschern zwischen Europa und Nordamerika fördern und wird von der Europäischen Union (EU) mit einer Million Euro für 3 Jahre gefördert.
Zeit: 20.04.2011 bis 21.04.2011
Ort: Bach Museum Leipzig
Die Mitglieder - aus Deutschland, Kanada, den USA, Großbritannien, Frankreich und Finnland - kommen jetzt bei einem Auftakt-Symposium in Leipzig zusammen.

"Musik ist ein großes Thema der Zusammenkunft, deshalb haben wir das Bachmuseum als Tagungsort ausgewählt", betont Professor Rudolf Rübsamen, Neurobiologe am Institut für Biologie der Universität Leipzig, der das neue Erasmus-Mundus-Netzwerk zusammen mit Professor Marc Schönwiesner von der Universität Montreal in Kanada initiiert hat.

"Wissenschaftlich interessiert uns alle gleichermaßen wie das Gehirn akustische Informationen verarbeitet - beispielsweise den Rhythmus von Musik, Stimmen oder auch die Richtung aus der wir Schallquellen wahrnehmen. Wir widmen uns während des zweitägigen Treffens aber auch Themen wie Hörverlust und Tinnitus. Außerdem wird es für die jungen Wissenschaftler spezifische Vorträge geben, darüber wie sie am Besten eine wissenschaftliche Karriere anpacken und wie wir sie dabei unterstützen."

Das Erasmus Mundus-Netzwerk will weltweit führende Forscher auf dem Gebiet "Sprache, Musik und Hören" zusammenbringen um damit besonders den jungen Forschern in der Phase ihrer Promotion die Möglichkeit geben, in mehreren Laboren zu arbeiten. Internationale Austausche zwischen den verschiedenen teilnehmenden Forschungseinrichtungen werden sowohl logistisch als auch finanziell unterstützt. Kein Problem also: in Leipzig promovieren und dabei eine Zeit lang an der New York University, dem Institute of Hearing Research in Nottingham oder in einem anderen "Partnerlabor" arbeiten.

"Die Teilnehmer lernen verschiedenste neuropsychologische Methoden und Messverfahren kennen, profitieren von der technischen Ausstattung mehrerer Labore und werden frühzeitig international ausgerichtet", so Professor Rübsamen. Insgesamt sind 80 Austausche von Nachwuchsforschern, also Doktoranden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und PostDocs geplant - die erste Doktorandin, Romona Kaiser vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, ist schon unterwegs. An der Universität Montreal in Kanada untersucht sie räumliches Hören und Verständigungsschwierigkeiten bei älteren Personen. Noch in diesem Jahr werden mehr als 20 Wissenschaftler auf die Reise gehen und mehrere Monate in einem Partnerinstitut ihrer Wahl forschen und lernen.

Das Erasmus-Mundus-Netzwerk "Auditory Cognitive Neuroscience (ACN)" ist ein Projekt für die Förderung von Nachwuchswissenschaftler aus dem Profilbildenden Forschungsbereich "Gehirn, Kognition und Spache" der Universität Leipzig, ein Forscherverbund in dem Neurowissenschaftler und Neuromediziner unterschiedlichster Fachrichtung zusammenarbeiten.

Prof. Dr. Rudolf Rübsamen (Sprecher ACN)
Institut für Biologie
Talstraße 33
04103 Leipzig
Telefon: +49 341 97-36840
Telefax: +49 341 97-36848
Mail: rueb@uni-leipzig.de
Ulrike Becker (Koordination ACN)
Institut für Biologie
Talstraße 33
04103 Leipzig
Telefon: +49 341 97-36755
Telefax: +49 341 97-36848
Mail: ulrike.becker@uni-leipzig.de

Dr. Manuela Rutsatz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/~acn

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