Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Industry on Campus: Katalyselabor CaRLa mit erfolgreicher Evaluierung

12.01.2010
Forschungseinrichtung von Universität und BASF auf dem Gebiet der chemischen Katalyseforschung

Das Katalyselabor CaRLa wird mit Förderung des Unternehmens BASF, der Universität Heidelberg und des Wissenschaftsministeriums Baden-Württemberg seine erfolgreiche Arbeit in der chemischen Katalyseforschung über einen Zeitraum von fünf Jahren fortsetzen: Nach einer positiven Evaluierung haben sich die Partner für eine weitere Finanzierung des Catalysis Research Laboratory (CaRLa) an der Ruperto Carola ausgesprochen. Nach Meinung der Gutachter hat CaRLa als Modellinstitution der Heidelberger Initiative "Industry on Campus" eine hohe, auch internationale wissenschaftliche Sichtbarkeit erreicht und ist eine wesentliche Bereicherung der deutschen Hochschullandschaft für den Technologietransfer.

Das von der Ruperto Carola gemeinsam mit der BASF-Forschung be­triebene Katalyselabor wurde im Jahr 2006 eingerichtet. "Die Zu­sammenarbeit bietet für die Universität Heidelberg und das Unter­nehmen BASF Vorteile, die über isolierte bilaterale Industrieko­operationen weit hinausgehen", betont der Wissenschaftli­che Leiter der Einrichtung und Chemiker an der Ruperto Carola, Prof. Dr. Peter Hofmann. "Wie bei der Gründung geplant, wurde hier ein neues Modell für den Technologietransfer etab­liert und die Anziehungskraft der Rhein-Neckar-Region für hervor­ragend qualifizierte Wissenschaftler erhöht." Dr. Michael Lim­bach, seit Januar 2010 für die BASF als Laborleiter am CaRLa tä­tig: "Den international ausgewählten Forschern wird im Katalysela­bor ein kreatives Umfeld geboten, das grundlagenorientierte mit anwendungsorientierter Forschung zusammenbringt."

Am Katalyselabor arbeiten Wissenschaftler der Universität Heidelberg gemeinsam mit Forschern des Unternehmens BASF. Wichtiger Partner an der Ruperto Carola ist der Sonderforschungsbereich "Molekulare Katalysatoren: Struktur und Funktionsdesign". Finanziert wird CaRLa jeweils zur Hälfte von BASF sowie Land und Universität. Nach einmaligen Investitionsmitteln in Höhe von 1,5 Millionen Euro stehen mit der gemeinsamen Förderung jährlich rund 700.000 Euro für zwölf Postdoktoranden zur Verfügung. Mit weiteren 360.000 Euro pro Jahr wird der laufende Betrieb des Catalysis Research Laboratory finanziert.

Die Katalyse, die bei der Herstellung neuartiger Werk- und Wirkstoffe zum Einsatz kommt, ist eine der entscheidenden Zukunftstechnologien der Chemie des 21. Jahrhunderts. Ziel neu entwickelter Katalysatoren ist es, chemische Reaktionen zu beschleunigen, den Energieverbrauch zu minimieren, unerwünschte Neben- und Abfallprodukte zu verhindern und so eine umweltfreundliche, ökonomisch wie ökologisch optimierte Chemie zu ermöglichen. Von besonderer Bedeutung sind dabei molekulare Katalysatoren, die als hoch spezialisiert arbeitende "Synthesemaschinen" in atomaren Dimensionen eingesetzt werden.

Mit dem "Industry on Campus"-Konzept verfolgt die Universität Heidelberg neue Wege in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der Industrie. Im Mittelpunkt stehen dabei längerfristig angelegte und strategisch-orientierte Projekte der Grundlagenforschung. Neben dem im Jahr 2009 evaluierten Catalysis Research Laboratory gehören dazu auch das Nikon Imaging Center?auf dem Gebiet der Lichtmikroskopie und das Heidelberg Collaboratory for Image Processing, das sich auf Fragen der Bildverarbeitung konzentriert. Informationen zu CaRLa können im Internet unter der Adresse http://www.carla-hd.de abgerufen werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Peter Hofmann
Organisch-Chemisches Institut
Telefon (06221) 54-8502, -8415
ph@oci.uni-heidelberg.de
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de
http://www.carla-hd.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Sollbruchstellen im Rückgrat - Bioabbaubare Polymere durch chemische Gasphasenabscheidung
02.12.2016 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht "Fingerabdruck" diffuser Protonen entschlüsselt
02.12.2016 | Universität Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie