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Heiße Chemie: Forschungen der Uni Graz führen zur Entwicklung eines neuartigen Synthesereaktors

18.05.2016

Die Beschleunigung chemischer Reaktionen spart neben Zeit auch Geld, was nicht nur Ausbildungsstätten und Universitäten, sondern auch der chemischen Industrie wesentliche Vorteile bringt. Univ.-Prof. Dr. C. Oliver Kappe und seinem Team am Institut für Chemie der Karl-Franzens-Universität Graz ist es gelungen, durch schnelles und extrem hohes Erhitzen Reaktionszeiten enorm zu verkürzen. Auf Basis dieser Forschungen hat nun die Firma Anton Paar einen vollkommen neuartigen Synthesereaktor auf den Markt gebracht: Der Monowave50 arbeitet effizient, ist einfach und sicher in der Bedienung, kostengünstig, spart Platz und Energie und ist somit perfekt geeignet für die Ausbildung der Studierenden.

C. Oliver Kappe war in den letzten Jahrzehnten ein Vorreiter auf dem Gebiet der Mikrowellenchemie. Mithilfe der Mikrowelle wurde es möglich, Reaktionsgemische sehr rasch sehr hoch zu erhitzen und dadurch Reaktionen massiv zu beschleunigen.


Synthesereaktor - Monowave 50

Monowave 50 findet selbst in einem vollen Labor noch Platz. Fortgeschrittene organische Synthese erfolgt ganz einfach mit dem Reaktor, einem Fläschchen und einer Silikonkappe. Monowave 50 ist ideal für Ausbildungszwecke, denn seine Sicherheitsstandards ermöglichen auch für unerfahrene Studenten sicheres Arbeiten. Mit Monowave 50 sparen Sie Geld, Zeit und Platz, denn der Reaktor bietet die optimale Kombination von Preis und Qualität. Quelle: http://www.anton-paar.com/at-de/produkte/details/synthesereaktor-monowave-50

Vor einigen Jahren konnten die Grazer ForscherInnen allerdings nachweisen, dass nicht die elektrischen Felder der Mikrowelle für die Beschleunigung der Reaktionen verantwortlich sind, sondern ausschließlich ein Temperatureffekt.

Vor kurzem fanden die WissenschafterInnen eine technische Lösung, Reaktionsgemische auch ohne Mikrowelle ebenso rasch extrem hoch zu erhitzen. Daraus folgte die Entwicklung des neuartigen Synthesereaktors Monowave50 der Firma Anton Paar.

Das Funktionsprinzip gleicht dem eines Druckkochtopfs: Das Reaktionsgemisch befindet sich in einem geschlossenen Glasgefäß mit einer Silikonkappe in einem Edelstahlmantel.

Das rasche Aufheizen erfolgt mittels Strom, in wenigen Minuten sind Temperaturen bis 250 Grad Celsius erreicht. Die integrierte Temperatur- und Druckmessung ermöglicht eine präzise Reaktionskontrolle und erhöht somit die Reproduzierbarkeit.

Der Synthesereaktor Monowave50 ist ein weiteres Top-Produkt, das aus der seit 2003 bestehenden Kooperation der Arbeitsgruppe von C. Oliver Kappe und der Firma Anton Paar hervorgegangen ist. Von 2007 bis 2013 war Anton Paar ein Unternehmenspartner im Christian Doppler Labor für Mikrowellenchemie an der Karl-Franzens-Universität Graz.

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. C. Oliver Kappe
Institut für Chemie der Karl-Franzens-Universität Graz
Tel.: 0043 (0)316/380-5352
E-Mail: oliver.kappe@uni-graz.at
https://homepage.uni-graz.at/oliverkappe

Weitere Informationen:

http://www.anton-paar.com/at-de/produkte/details/synthesereaktor-monowave-50

Mag. Gudrun Pichler | Karl-Franzens-Universität Graz
Weitere Informationen:
http://www.uni-graz.at

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