Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grünzonen in der Stadt sichern Tierwanderung

24.11.2008
Netzmodelle stärken ökologische Landschaftsplanung

Für Tiere auf Wanderschaft sind miteinander gekoppelte, auch unscheinbar kleine Grünzonen wichtige Stützpunkte. Das zeigen Erik Andersson und Örjan Bodin vom Institut für Systemökologie der Universität Stockholm.

Sie untersuchten die Auswirkungen von vernetzten kleinen Lebensräumen auf die Tierwelt. Wo das Raumproblem größere Schutzgebiete nicht ermöglicht, seien naturbelassene Grünzonen vernünftige Alternativen, so das Ergebnis der Forschung. Diese Biotope erwiesen sich dabei auch in der Stadt als wertvoller Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt.

In Stadtgebieten oder in intensiv kultivierten Landschaften, wo der menschliche Einfluss stark dominiert und ein Konkurrenzkampf um beschränkte Bodenfläche herrscht, bleiben für die natürliche Vegetation kaum große, zusammenhängende Zonen. Hier könnten mehrere kleine Grünzonen in Verbindung miteinander auch Tierarten versorgen, die eigentlich größere Lebensräume brauchen als jedes Biotop für sich zur Verfügung stellen kann.

Falls die naturbelassenen Zonen nicht zu weit voneinander getrennt sind, können sich die Tieren zwischen benachbarten Zonen problemlos vor- und rückwärts bewegen. Diese Herangehensweise der Kleinbiotop-Netzwerke ist laut den schwedischen Wissenschaftlern ein brauchbares und verlässliches Modell ökologischer Landschaftsplanung. "Dadurch wird auch mit beschränkten Mitteln ein Maximum an Biodiversität erreicht", betont Bodin.

Grundlage dieses Ansatzes bildete die Beobachtung mehrerer Vogelarten in verschiedenen Grünzonen des Stockholmer Stadtgebiets. Die Stadt wurde mittels eines geografischen Informationssystems als Netzwerk individueller kleiner Lebensräume dargestellt. Das führte zu einem Lebensraummodell, das anhand der Daten der Vogelbeobachtung überprüft und bestätigt wurde.

"Wenn wir die Biotope als Teile eines größeren Netzwerks definieren, können wir genaue räumliche Analysen erstellen, wie die Gesamtzahl der Biotope der Wanderung der Arten auf Ebene des Landschaftsraums zugute kommt", erklärt Andersson. Da viele Tierarten sehr unterschiedliche Anforderungen haben, sei die Unterscheidung der verschiedenen Arten von Grünzonen bei der Errichtung eines Biotop-Netzwerkes wichtig, so der Vorschlag der Studienautoren.

Johannes Pernsteiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ecology.su.se

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst
26.04.2018 | Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme

nachricht Der lange Irrweg der ADP Ribosylierung
26.04.2018 | Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics