Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grüner Star: Stammzellen revolutionieren Therapie

21.03.2016

Durch Umwandlung in retinale Ganglienzellen Sehkraft wieder hergestellt

Mit Stammzellen aus menschlichen Hautzellen ist es Wissenschaftlern der School of Science at Indiana University-Purdue University Indianapolis http://science.iupui.edu  gelungen, nachzuweisen, dass Stammzellen in retinale Ganglienzellen umgewandelt werden können.


Grüner Star: Sehkraft wieder herstellen (Foto: pixelio.de, Lupo)

Diese Neuronen leiten visuelle Informationen vom Auge an das Gehirn weiter. Das Ziel des Teams um Forschungsleiter Jason Meyer ist die Entwicklung von Behandlungsansätzen, die einen grünen Star verhindern oder heilen können.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten könnten eine Reihe von degenerativen Erkrankungen sein, die den Sehnerv schädigen und zum Verlust der Sehkraft und Erblindung führen sowie Verletzungen bei Soldaten oder Kontaktsportarten.

Die Wissenschaftler nutzten Stammzellen von Freiwilligen mit einer vererbten Form des grünen Stars und von gesunden Studienteilnehmern und programmierten sie genetisch so um, dass sie pluripotente Stammzellen wurden, die sich in jede Zellart verwandeln können.

In einem nächsten Schritt wurden die Stammzellen dazu gebracht, zu retinalen Ganglienzellen zu werden. Sie begannen jetzt die für diese Zellen charakteristischen Eigenschaften zu übernehmen. Die Forschungsergebnisse wurden in dem Fachmagazin Stem Cells http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1002/  (ISSN)1549-4918 veröffentlicht.

Absterben von Zellen verhindern

Hautzellen von Patienten mit grünem Star unterscheiden sich laut Meyer nicht von den Hautzellen von gesunden Menschen. "Als wir jedoch die Hautzellen der Glaukom-Patienten in Stammzellen und dann in retinale Ganglienzellen umwandelten, wurden diese Zellen ungesund und begannen viel rascher abzusterben als jene der gesunden Teilnehmer."

Die Wissenschaftler wollen jetzt erforschen, ob es eine Möglichkeit gibt, die Zellen am Absterben zu hindern. "Wir haben bereits einige viel versprechende Ansätze gefunden. In ferner Zukunft könnte es uns gelingen, gesunde Zellen der Patienten als Ersatz für die abgestorbenen zu nutzen." Das sei, so der Wissenschaftler, eine große Herausforderung. Langfristig wäre es jedoch denkbar, dieses Ziel zu erreichen.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz
27.07.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse
27.07.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Aus Potenzial Erfolge machen: 30 Rittaler schließen Nachqualifizierung erfolgreich ab

27.07.2017 | Unternehmensmeldung

Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie