Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dem Geheimnis des Enzyms Dnmt2 auf der Spur

08.07.2009
Eine neue überregionale Forschergruppe mit Beteiligung der Universitäten Kassel, Bremen (Jacobs Universität), Halle, Heidelberg, Duisburg-Essen, dem DKFZ und dem Technion in Telaviv untersucht nun mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft das Enzym Dnmt2.

Es ist in der Evolution hoch konserviert und im Menschen ebenso zu finden wie in Mäusen, Fliegen, Amöben und der Hefe. Üblicherweise erwartet man, dass die Erhaltung einer zellulären Maschine in der Evolution auf eine wichtige Funktion hindeutet - andernfalls hätten Organismen den Ballast längst verloren.

Für Dnmt2 hat man diese Funktion noch nicht gefunden. Die beteiligten Wissenschaftler sind sich aber einig, dass es sie geben muss. Vermutlich ist ein Verlust des entsprechenden Gens nicht unmittelbar erkenntlich, sondern zeigt erst nach mehreren Generationen negative Effekte.

Dnmt2 gehört zur Genfamilie der DNA Methyltransferasen, die epigenetische Information vermittelt, d.h. Information, die der DNA überlagert ist. Man kann vermuten, dass Dnmt2 auch an solchen Prozessen beteiligt ist und langfristig Informationen reguliert oder moduliert.

Die Forschergruppe wird koordiniert von Prof. Dr. Wolfgang Nellen, Fachgebiet Genetik im Fachbereich Naturwissenschaften der Universität Kassel.

Mit einem Fördervolumen von ca. 500.000 € pro Jahr versuchen die acht Arbeitsgruppen in den kommenden drei Jahren gemeinsam die Biochemie und die biologische Funktion des Dnmt2 Enzyms zu verstehen.

Info
Prof. Dr. Wolfgang Nellen
tel: (0561) 804 4805/4806
e-mail: nellen@uni-kassel.de
Universität Kassel
Fachbereich Naturwissenschaften
Fachgebiet Genetik

Christine Mandel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de

Weitere Berichte zu: DNA DNA Methyltransferasen Dnmt2 Dnmt2 Enzym Enzym Evolution biologische Funktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zebras: Immer der Erinnerung nach
24.05.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

nachricht Wichtiges Regulator-Gen für die Bildung der Herzklappen entdeckt
24.05.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten