Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungszentrum für Bio-Makromoleküle wird Mitglied in europaweitem Geräteverbund

30.09.2014

Ziel der Arbeitsgemeinschaft „Association of Resources for Biophysical Research in Europe (ARBRE)“ ist eine europaweit möglichst integrierte und harmonisierte Forschungslandschaft auf dem Gebiet der Strukturbiologie.

Das auf strukturbiologische Probleme und deren Lösung ausgerichtete Forschungszentrum für Bio-Makromoleküle (BIOmac) der Universität Bayreuth besitzt eine im europäischen wie im weltweiten Vergleich herausragende Ausstattung für biophysikalische Untersuchungen.

Insbesondere die Einrichtungen für Optische Spektroskopie (Prof. Dr. Jürgen Köhler), Magnetische Kernresonanz (NMR; Prof. Dr. Paul Rösch) sowie Massenspektrometrie und Röntgenkristallographie (Prof. Dr. Clemens Steegborn) sind international als exzellent anerkannt. Um die sehr aufwändige und nur an wenigen Instituten vorhandene Infrastruktur für strukturbiologische Forschung auch europaweit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen, hat sich eine Gruppe herausragender Institute zur Arbeitsgemeinschaft „Association of Resources for Biophysical Research in Europe (ARBRE)“ zusammengefunden.

BIOmac ist das neueste Mitglied in dieser Runde, die namhafte Einrichtungen wie die École Supérieure de Biotechnologie (Straßburg), das Institut Curie (Paris), das Bijvoet Center for Biomolecular Research (Utrecht) und das Medical Research Council (Cambridge und London) zusammenführt.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, eine europaweit möglichst integrierte und harmonisierte Forschungslandschaft auf dem Gebiet der Strukturbiologie zu schaffen - mit einheitlichen Verfahren für den Zugang zu diesen sehr kostenintensiven Geräten“, erklärt Prof. Dr. Paul Rösch, der Geschäftsführer des BIOmac. „Hierzu dienen auch spezialisierte Kurse und Seminare zur Anwendung molekular orientierter biophysikalischer Techniken, die von den Mitgliedern von ARBRE abgehalten werden.“

Die molekulare Strukturbiologie, wie sie am Forschungszentrum BIOmac vertreten wird, beschäftigt sich wesentlich mit den Grundlagen biologischer, insbesondere auch molekularmedizinischer Vorgänge. Wichtige Arbeitsgebiete sind beispielsweise die Einflüsse bestimmter Proteine auf Alterungsprozesse, die Ursachen von Allergien, die Umsetzung von Lichtenergie in chemische Energie und auch die Entwicklung von Antibiotika.

Das Forschungszentrum für Bio-Makromoleküle (BIOmac) wurde 2007 mit dem Ziel gegründet, mechanistische und strukturbiologische Forschungsaktivitäten an der Universität Bayreuth zu bündeln. Die Bewilligung des Doktorandenkollegs „Leitstrukturen der Zellfunktion“ im Elitenetzwerk Bayern und einer Nachwuchsgruppe in diesem Netzwerk, ein erfolgreicher Förderantrag der Universität Bayreuth an den Wissenschaftsrat im Umfang von über 12 Millionen Euro, die Ausgründung eines Start-up- Unternehmens für Lebensmittelanalytik und die Teilnahme an weiteren koordinierten Forschungsaktivitäten waren Erfolge der bisherigen Arbeit des Forschungszentrums.

Ansprechpartner für weitere Informationen:

Prof. Dr. Paul Rösch
Geschäftsführer des Forschungszentrums für Bio-Makromoleküle (BIOmac)
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel. +49 (0)921 55-3540
E-Mail: roesch@unibt.de

Christian Wißler | Universität Bayreuth
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Wegbereiter für Vitamin A in Reis
21.07.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Pharmakologie - Im Strom der Bläschen
21.07.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten