Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscherglück in Gabun – seltener schwarzer Serval gesichtet

13.10.2011
Berliner Zoologe machte außergewöhnliche Aufnahmen im Batéké-Plateau-Nationalpark

Zunächst traute der junge Berliner Zoologe seinen Augen nicht, als er die Bilder der Kamerafalle im Dschungel von Gabun auswertete: Eine schlanke, schwarze Raubkatze. Von der Figur her ein Serval, vom Fell eher ein Panther. Dann war er sich sicher: In der Dämmerung war ihm eine absolute Rarität vor die Linse gelaufen: ein schwarzer Serval.


Über die Verbreitung der mittelgroßen, braun gefleckten Wildkatzen gab es in Gabun es bisher fast keine Erkenntnisse.

Und dann auch noch ein schwarzer Serval! Diese melanistischen, d.h. schwarz pigmentierten, Formen treten bei unterschiedlichen Tierarten vereinzelt auf. Der bekannteste Vertreter ist der Panther, der eine melanistische Variante sowohl des Jaguars als auch des Leoparden ist. Grundsätzlich sind diese dunklen Ausprägungen extrem selten. Torsten Bohm hatte also doppeltes Forscherglück!

In den ersten Wochen hatte seine Feldforschung wenig vom Duft nach Wildnis und Abenteuer. Torsten Bohm kämpfte sich mit der Machete durch dichtes Lianengestrüpp, wurde von Ameisen und Dornen zerstochen. Eigentlich war der Forscher im Auftrag des SAVE Wildlife Conservation Fund auf der Suche nach den letzten Tüpfelhyänen. Vergebens. Es hieß, sie seien in diese Gegend zurückgekehrt, nachdem sie dort lange als ausgestorben galten. Doch das erwies sich leider als Gerücht.
Somit teilen die Hyänen ihr Schicksal mit vielen Tieren Afrikas. Grund genug, für den SAVE Wildlife Conservation Fund die Schutzbemühungen für bedrohte Raubtiere noch mal zu intensivieren, so Gründer Lars Gorschlüter.

Als Torsten Bohm dann, wie jeden Tag, seine Kamerafallen nah des Batéké-Plateau-Nationalparks in Gabun aufstellte, wendete sich das Blatt plötzlich: In nur wenigen Tagen schienen sich alle vor seiner Linse verabredet zu haben: ein seltenes Schuppentier, Elefantenmütter mit ihren Jungen, tobende Schimpansen, der herkömmliche gefleckte Serval und eben die schwarze Rarität.
In der Feldforschung sind Kamerafallen wichtige Instrumente. Sie reagieren mittels Sensor oder Lichtschranke und lösen aus, sobald sich etwas vor der Linse bewegt. Ohne die Wildtiere zu stören, können mit ihrer Hilfe auch seltene, sehr scheue und nachtaktive Arten erfasst und erforscht werden.

Diese Bilderserie bringt nicht nur neue Erkenntnisse über die Wildtierpopulation im Batéke Plateau, sie hilft auch, die Bevölkerung vor Ort in die Forschungsarbeiten einzubinden:

Für die Dorfbewohner möchte der Zoologe am Ende seiner Forschungsarbeit einen wertvollen Bildband mit den schönsten Kamerafallenfotos zusammenstellen, den sie dann auch Touristen präsentieren können.

Von ihnen könnte es künftig mehr geben, denn wahrscheinlich wird der Batéké Plateuax Nationalpark in naher Zukunft etwas erweitert, so dass das Wald-Savannen-Mosaik in der Umgebung der Dörfer näher an den Park rückt. Parkbesucher könnten dann auch die Dörfer besuchen, sich über die Tierwelt informieren und die Dorfbewohner als Guides engagieren. Hochkarätiges Anschauungsmaterial wäre dann ein guter Grundstock. In Gabun wie auch anderswo in Afrika gilt: Erst wenn die Menschen vor Ort von Naturschutzmaßnahmen profitieren, werden sie den wahre Wert der Wildtiere erkennen und sie auch langfristig schützen. Das ist auch die Basis aller Projekte des SAVE Wildlife Conservation Fund.

Alle Fotos unter:
http://www.save-wildlife.org/de/aktuelles/160-wenn-es-nacht-wird-im-dschungel-von-gabun

Pressekontakt:
SAVE Wildlife Conservation Fund
Karin Lamsfuß
Tel: 0221-27243934 mobil: 0174-1873970
k.lamsfuss@save-wildlife.com

SAVE Wildlife Conservation Fund ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich gezielt für die globale und nachhaltige Förderung des Natur- und Artenschutzes einsetzt. Hauptschwerpunkt sind bedrohte afrikanische Wildtiere.

Karin Lamsfuß | SAVE Wildlife Conservation Fund
Weitere Informationen:
http://www.save-wildlife.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen
20.02.2017 | Universität zu Lübeck

nachricht Zellstoffwechsel begünstigt Tumorwachstum
20.02.2017 | Veterinärmedizinische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie