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Forscher veröffentlichen Pflanzenatlas Afghanistans

03.01.2011
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit Kollegen aus Bielefeld und Gießen einen zweisprachigen Pflanzenatlas zu Afghanistan herausgegeben. Das 870 Seiten starke Werk erfasst erstmalig in dieser Breite die Pflanzenvielfalt des von Kriegen gebeutelten Landes.

Die Bundesregierung hat zwischen Weihnachten und Neujahr damit begonnen, 4.500 Exemplare des Werkes kostenlos an Schulen und Universitäten in Afghanistan zu verteilen.

Autoren des „Field Guide Afghanistan – Flora and Vegetation“ sind Professor Dr. Siegmar-W. Breckle (Abteilung Ökologie, Uni Bielefeld), Dr. Daud Rafiqpoor (Nees-Institut, Uni Bonn) sowie Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz. Rafiqpoor wurde in Kabul geboren. Ihm ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Texte nicht nur in Englisch, sondern auch in der offiziellen afghanischen Landessprache Dari gehalten sind.

„Unser Pflanzenatlas soll allen höheren Schulen, Universitäten, Naturschutzbehörden und Ministerien des Landes kostenlos zur Verfügung gestellt werden“, betont Dr. Daud Rafiqpoor. „Weitere Gratis-Exemplare sollen an große Herbarien, Botanische Gärten und Institute in aller Welt gehen.“ Die Mittel dazu stammen vom Auswärtigen Amt, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Sibbald Trust des Royal Botanic Garden Edinburgh.

Afghanistan gilt weltweit als einer der Hotspots der Biodiversität: In dem Land am Fuße des Hindukusch kommen weit über 4.000 Pflanzenarten vor. Fast ein Drittel davon ist endemisch, also ausschließlich dort heimisch. Im „Field Guide Afghanistan“ werden über 1.200 Arten aus 137 Pflanzenfamilien mit Farbbildern dokumentiert. Dazu kommen Informationen zu ihrer Verbreitung, Ökologie und Nutzung. Kapitel zum Naturraum Afghanistan sowie ein ausführliches Glossar runden das Werk ab.

Kontakt:
Dr. Daud Rafiqpoor
Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen, Universität Bonn
Telefon: 0228/73-5285
E-Mail: d.rafiqpoor@uni-bonn.de

Frank Luerweg | Uni Bonn
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de

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