Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flüssige Salze - Chemiker der Universität Potsdam entwickeln neue Materialien

10.12.2009
Entwicklungen wie Flachbildschirme, iPhone, schnelle Festplatten, Funknetze, Solarzellen, Computertomographen, Blutzuckermessgeräte und Herzschrittmacher haben das Leben der industrialisierten Gesellschaften in den letzten Jahren massiv verändert.

Chemiker, Biologen, Physiker, Materialwissenschaftler und Ingenieure haben entscheidende Beiträge dazu geleistet. Auch Wissenschaftler der Universität Potsdam sind an der Entwicklung neuer Materialien beteiligt.

Neue Materialien sind oft das Herzstück technologischen Fortschritts. Deshalb sind unzählige Forschungsgruppen weltweit mit der Herstellung und Untersuchung neuer Materialien befasst. Am Institut für Chemie der Universität Potsdam beschäftigt sich Andreas Taubert, Juniorprofessor für Supramolekulare Chemie, mit der Herstellung, den Eigenschaften und der Anwendung neuer Hybridmaterialien.

Das sind Materialien, die typische Eigenschaften von mineralischen Materialien, wie Härte oder Undurchlässigkeit, mit denen organischer Makromoleküle, wie elektrische Isolation oder Zähigkeit, kombinieren.

Tauberts Arbeitsgruppe kombiniert konkret Glaskörper mit Poren, deren Durchmesser nur wenige Nanometer (Millionstel Meter) betragen, mit so genannten ionischen Flüssigkeiten, organischen Salzen. Anders als etwa bei Kochsalz sind diese speziellen Salze bei Raumtemperatur jedoch flüssig. Ionische Flüssigkeiten können elektrischen Strom oder Ionen, kleine geladene Teilchen, transportieren. Sie können Licht aussenden oder weisen spezielle magnetische Eigenschaften auf. Ihr flüssiger Zustand macht sie als Bauteil für technische Anwendungen allerdings ungeeignet. Durch den Einbau der ionischen Flüssigkeit in das Spezialglas entstehen jedoch makroskopische Bauteile, die beispielsweise elektrisch leitfähig sind, Licht aussenden können und daneben noch magnetisch sind. Die Potsdamer Chemiker können solche komplexen Materialien bereits erfolgreich herstellen. Sie untersuchen nun, wie man jede einzelne Funktion gezielt ansteuern kann, ohne die anderen Funktionen zu stören. Solche multifunktionalen Materialien könnten in neuen Datenspeichermedien oder in der Elektronik Anwendung finden.

Sylvia Prietz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de/pressemitt/2009/pm292_09.htm

Weitere Berichte zu: Bauteile Flüssigkeit Massenspektrometer Salze

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Treibjagd in der Petrischale
24.11.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Dinner in the Dark – ein delikates Wechselspiel der Mikroorganismen
24.11.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Metamaterial mit Dreheffekt

24.11.2017 | Materialwissenschaften

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten