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Fettsäure-Datenbank Seed Oil Fatty Acids online

19.04.2012
Die Fettsäuredatenbank „SOFA“ (Seed Oil Fatty Acids) des Max Rubner-Institutes (MRI) ist wieder im Internet verfügbar.
Bei der Datenbank „SOFA“ handelt es sich um eine einzigartige Sammlung von Daten über die Fettsäure-, Tocopherol-, Sterin- und Triglyceridzusammensetzung von Samenölen aus Wildpflanzen, die im MRI über 40 Jahre aus der einschlägigen pharmazeutischen, botanischen und chemischen Fachliteratur zusammengetragen worden ist. Insbesondere durch die Möglichkeit, die gespeicherten Informationen beliebig kombiniert zu recherchieren, stellt die Datenbank eine nahezu unerschöpfliche Quelle für verschiedenste Fragestellungen dar.

Die SOFA-Datenbank enthält mehr als 18.000 Datensätze mit ca. 130.000 Einzeldaten; zusätzlich sind ca. 600 verschiedene Fettsäuren mit mehr als 2.500 Synonymen recherchierbar. Die Datenbank ermöglicht es, Informationen über das Wissen in Öl-liefernden Pflanzen vorhandene genetische Potential zu erhalten und zu nutzen. Umfangreiche und auch sehr aufwendige Suchoperationen sind möglich. Die SOFA-Datenbank ist damit allen vorhandenen Datenbanken und Datensammlungen auf dem Fettgebiet bei weitem überlegen.

Die Recherche erfolgt über Suchformulare durch Kombination von bibliographischen, botanischen oder chemischen Merkmalen der Literaturstellen, Pflanzen und Moleküle. Ein besonders wichtiges Merkmal der Datenbank ist die Implementierung der synonym zu verwendenden Molekülbezeichnungen. Dadurch sind Fettsäuren unter verschiedenen Bezeichnungen recherchierbar. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist das Vorhandensein einer alpha-numerische Beschreibung der Fettsäurestrukturen, so dass es möglich ist, nicht nur nach bestimmten Fettsäuren mit entsprechenden Gehaltsangaben zu suchen, sondern auch nach Strukturelementen, wie z. B. „5c,8c“.

Aufgrund der Möglichkeit die gespeicherten Informationen beliebig kombiniert zu recherchieren und dadurch neben pflanzensystematischen Zusammenhängen auch die Verbreitung interessierender Fettsäuren im Pflanzenreich erkennen zu können, ist die Datenbank sowohl für Lebensmittelchemiker und Chemiker als auch für Biochemiker und Botaniker interessant.

Nachdem die Datenbank Ende 2008 abgeschaltet werden musste, wurde sie jetzt mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über den Projektträger Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) wieder reaktiviert und unter der wissenschaftlichen Leitung des MRI neu programmiert.

Nach online-Registrierung ist die Datenbank frei verfügbar.

Dr. Iris Lehmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.mri.bund.de

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