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Fähigkeit zur Gesichterkennung liegt in unseren Genen

11.03.2010
Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Fähigkeit oder auch Unfähigkeit, Gesichter zu erkennen, nicht wie bisher angenommen erlernt wird oder umgebungsbedingt ist - sondern in unseren Genen liegt.

Gesichtserkennung ist ein wichtiger Bestandteil für normale soziale Umgangsformen, der durch spezielle kognitive und neurale Mechanismen unterstützt wird. Frühere Studien haben gezeigt, dass bestimmte Teile des Gehirns bei der Gesichtserkennung beteiligt sind. Störungen der Gesichtserkennung, wie beispielsweise Prosopagnosie (Gesichtsblindheit) oder Autismus, in Familien gehäuft vorkommen. Dies hat zu der Annahme geführt, dass Gesichtserkennung angeboren oder vorbestimmt ist.

Die nun veröffentlichte Studie zeigt erstmals einen genetischen Zusammenhang bei der Gesichtserkennung auf. Professor Mark Williams vom Centre for Cognitive Science an der Macquarie University in Sydney hat für die Studie zusammen mit Forscherkollegen aus den USA und Großbritannien die Fähigkeit zur Gesichtserkennung bei 289 Zwillingspaaren analysiert.

Für die Untersuchungen wurden die Zwillingspaare in Gruppen eineiiger und zweieiiger Zwillinge aufgeteilt. Um die Gesichtswiedererkennung zu testen, mussten die Zwillinge dann verschiedene Gesichter betrachten und wiedererkennen, die ihnen mit leichten Veränderungen gezeigt wurden, beispielsweise mit einem leicht veränderten Betrachtungswinkel oder anderen Lichtverhältnissen. "Wir fanden heraus, dass die Korrelation der Erfolgsraten bei eineiigen Zwillingen mehr als doppelt so hoch war wie bei zweieiigen - Ergebnisse, die eine deutliche genetische Grundlage für der Gesichterkennung aufzeigen", so Williams. "Die Tatsache, dass zweieiige Zwillinge trotz gemeinsamer Umgebungseinflüsse eine deutlich geringere Korrelationsrate aufwiesen, lässt die Umgebung als Einflussfaktor ausscheiden."

Weitere Informationen:
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Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Einrichtung aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
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