Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eröffnung EU-Projekt NanoOnSpect: Kostensenkung durch Online-Charakterisierung von Nanokompositen

02.05.2011
Auf Basis verschiedener, sensorbasierter Mess- und Charakterisierungsmethoden wird eine on-line-fähige Messeinheit für Compoundierprozesse entwickelt. Die so ermittelten Daten werden mit der Datenbank eines Expertensystems abgeglichen und in einem künstlichen neuronalen Netzwerk weiterverarbeitet.

Die gemessenen und von neuronalen Netzwerk berechneten Informationen werden direkt an die Maschinensteuerung weitergegeben und der Herstellungsprozess wird ggf. geregelt.

Die physikalischen Eigenschaften von Nanokompositen hängen stark von der Form und Verteilung der Partikel im Matrixwerkstoff ab. Ob die gewünschten mechanischen Kennwerte oder die elektrischen Eigenschaften eines Werkstoffes erreicht werden, wird erst durch anschließende Prüfungen ermittelt. Der Herstellungsprozess und die Herstellungsparameter haben bei Nanokompositen einen maßgeblichen Einfluss auf die späteren Werkstoffeigenschaften. Häufig werden viele unterschiedliche Compounds und Komposite mit unterschiedlichen Prozessparametern hergestellt und anschließend analysiert. In vielen Fällen ist das eine kostspielige Angelegenheit, insbesondere bei hoch funktionellen Nanopartikeln. Ein weiteres Problem der Branche sind Ausschussproduktionen der Nanokomposite, die aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen bis zu 100% betragen können.

Bei polymeren Nanokompositen schafft das europäische Verbundprojekt „NanoOnSpect“ jetzt Abhilfe:

Auf Basis verschiedener, sensorbasierter Mess- und Charakterisierungsmethoden wird eine on-line-fähige Messeinheit für Compoundierprozesse entwickelt. Die so ermittelten Daten werden mit der Datenbank eines Expertensystems abgeglichen und in einem künstlichen neuronalen Netzwerk weiterverarbeitet. Die gemessenen und von neuronalen Netzwerk berechneten Informationen werden direkt an die Maschinensteuerung weitergegeben und der Herstellungsprozess wird ggf. geregelt. Somit werden z.B. die Ausbildung eines Nanopartikel-Netzwerkes oder die Dispergierung der Partikel in der Matrix bei der Herstellung optimiert und der Zustand der Schmelze bereits beim Austritt durch die Düse charakterisiert. Eine neue Compoundiertechnik mit deutlich erweitertem Spektrum im Bereich der Partikeldispergierung wird dazu beitragen, dass ab 2015 Nanocomposite mit deutlich verbesserten Eigenschaften zu deutlich niedrigeren Kosten auf den Markt kommen werden.

Unter der Leitung der Fa. Gneuß Kunststofftechnik und dem Fraunhofer-Institut Chemische Technologie arbeiten 7 Klein- und Mittelständische Unternehmen sowie 2 Industrieverbände und 3 Forschungseinrichtungen an der Umsetzung der neuen Technologie.

NanoOnSpect wird gemäß der Finanzhilfevereinbarung Nr. 263406 im Zuge des Siebten Rahmenprogramms der Europäischen Gemeinschaft (FP7-NMP-2010-SME-4) gefördert.

Kerndaten:
NanoOnSpect: 263406-2 NanoOnSpect CP-TP FP7-NMP-2010-SME-4
Budget: 4,7 Mio. €
Laufzeit: 01.04.2011 bis 31.03. 2015
Partner:
Fraunhofer Institute for Chemical Technology (ICT)
Asociación de Investigación de Materiales Plásticos y Conexas AIMPLAS
Centre de Recerca i Investigació de Catalunya CRIC
Gneuß Kunststofftechnik GmbH
FOS Messtechnik GmbH
Hukseflux Thermal Sensors B.V.
HBH Microwave GmbH
Nexxus Channel srl
Addiplast
C.M.B. B.V. Colorex
European Plastics Converters
Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V.

Carolyn Fisher | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ict.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Pflanzen können drei Eltern haben
18.10.2017 | Universität Bremen

nachricht Forscher lösen Bremse des Immunsystems
18.10.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

IVAM-Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ auf der COMPAMED 2017

18.10.2017 | Messenachrichten