Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erbgut im Gefrierschrank - DNA-Bank von Senckenberg und BiK-F in DNA-Bank-Netzwerk aufgenommen

14.06.2013
Die DNA-Bank der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) ist neues Mitglied des DNA-Bank-Netzwerkes.

Damit sind DNA-Proben aus den naturkundlichen Sammlungen des Senckenberg Forschungsinstituts auch über das Portal des Netzwerks weltweit zugänglich. Bisher gehören dem Verbund sechs weitere Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland an; gemeinsam stellen die Einrichtungen über 60.000 Proben zur Verfügung.

„Molekularbiologische Daten, insbesondere DNA-Sequenzen, haben für die biologische Systematik, die Ökologie und den Naturschutz eine immense Bedeutung gewonnen“, erklärt Dr. Christian Printzen, Leiter der Abteilung Botanik und Molekulare Evolutionsforschung des Senckenberg Forschungsinstituts in Frankfurt am Main. „DNA-Daten helfen beispielsweise bei der Identifizierung neuer Arten oder bei der Rekonstruktion von stammesgeschichtlichen Verwandtschaftsverhältnissen“.

Die wissenschaftlichen Sammlungen des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums beherbergen mit ihren vielen Millionen Sammlungsstücken ein riesiges Archiv der biologischen Vielfalt. Doch für molekulargenetische Untersuchungen ist vor allem bei älteren Sammlungsstücken nicht mehr viel zu holen, denn Konservierungsmethoden und die Lagerung bei Zimmertemperatur machen die enthaltene DNA mit der Zeit unbrauchbar. Proben, die bei ca. minus 80 Grad gelagert werden, bleiben dagegen über einen langen Zeitraum für wissenschaftliche Zwecke nutzbar. Somit legen Forschungseinrichtungen immer öfter ihre genetischen Schätze auf Eis.

Das DNA-Bank-Netzwerk, zu der nun auch die DNA-Bank der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung gehört, ist eine Serviceeinrichtung zur Erforschung der biologischen Vielfalt. Es hat zum Ziel, DNA- und Gewebeproben für Wissenschaftler weltweit zur Verfügung zu stellen und diese über eine gemeinsame Plattform verfügbar zu machen. Das DNA-Bank-Netzwerk ist darüber hinaus Gründungspartner des Global Genome Biodiversity Network (GGBN) und wird zukünftig auch die gemeinsame Datenplattform des GGBN stellen. Die Datenarchitektur ist stark an GBIF (Global Biodiversity Information Facility) angelehnt und alle zugrundeliegenden Belegdaten werden an GBIF geliefert.
Das DNA-Bank-Netzwerk besteht seit 2007 und wurde bis 2011 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die Koordination des Projektes sitzt am BGBM (Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem). „Wir freuen uns sehr, dass wir nun diesem Netzwerk angehören“, so Dr. Printzen. „Das erleichtert der weltweiten wissenschaftlichen Community den Zugriff auf unsere Proben erheblich.“ Auf Anfrage werden die Proben Wissenschaftlern zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt.

Die DNA-Bank der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung wurde 2007 eingerichtet und wird seit 2010 gemeinsam vom Senckenberg Forschungsinstitut und dem Biodiversität und Klima Forschungszentrum als Schnittstelle zwischen Forschung und Sammlung betrieben. Den Schwerpunkt der zur Zeit etwa 5000 Proben umfassenden DNA-Sammlungen bilden Pflanzen aus Mitteleuropa und Südamerika. Daneben gibt es größere Sammlungen südamerikanischer Schmetterlinge und eine mehrere tausend Belege umfassende Sammlung von falschen Mehltaupilzen.

Kontakt

Dr. Christian Printzen
Abteilungsleiter Botanik und Molekulare Evolutionsforschung
Tel. 069 97075 1154
christian.printzen@senckenberg.de

Pressestellen

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Regina Bartel
Tel. 069- 7542 1434
regina.bartel@senckenberg.de

Dr. Julia Krohmer
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F),
Transferstelle
Tel. 069 7542 1837
julia.krohmer@senckenberg.de
Weitere Informationen:
http://bit.ly/ZofiPA
Zur DNA-Bank von Senckenberg und BiK-F
http://www.dnabank-network.org
Hier steht die Pressemitteilung sowie Bildmaterial zum Download zur Verfügung.
http://www.senckenberg.de/presse

Dr. Sören Dürr | Senckenberg
Weitere Informationen:
http://www.senckenberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Kleine Moleküle gegen altersbedingte Erkrankungen
21.02.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Wie Proteine Zellen stabil machen
21.02.2017 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Wie ehrlich sind unsere Lebensmittel?

21.02.2017 | Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kleine Moleküle gegen altersbedingte Erkrankungen

21.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG

21.02.2017 | Maschinenbau

RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort

21.02.2017 | Wirtschaft Finanzen