Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entscheidende Gene für Präeklampsie identifiziert

23.03.2011
Genetische Defekte beeinflussen die Immunreaktion

Wissenschaftler der Washington University School of Medicine haben genetische Defekte identifiziert, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen dürften, dass eine Schwangere an einer Präeklampsie erkrankt. Rund eine von 100 Frauen leidet durch diese Krankheit an hohem Blutdruck und Problemen mit den Nieren. Die in PLoS Medicine veröffentlichten Forschungsergebnisse könnten neue Ansätze zur Erkennung und Behandlung von Frauen mit einem Erkrankungsrisiko führen.

Die Forscher analysierten die DNA von mehr als 300 Schwangeren. 60 der ansonsten gesunden Frauen wurden aufgrund einer schweren Präeklampsie ins Krankenhaus eingewiesen. Die restlichen 250 Frauen behandelten die Ärzte aufgrund anderer gesundheitlicher Probleme. Die Analyse ergab einige wenige genetische Defekte, die bei fünf der ansonsten gesunden Frauen auftraten und bei sieben der 40 Frauen, die im Verlauf einer Risikoschwangerschaft an Präeklampsie erkrankten.

Regulierung der Immunreaktion

Die identifizierten Gene, Faktor MCP I und H, spielen eine Rolle bei der Regulierung der Immunreaktion. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Umstand den möglichen Zusammenhang mit der Präeklampsie erklären kann. Forscher haben laut BBC bereits angenommen, dass Probleme des Immunsystems in vielen Fällen für eine Erkrankung verantwortlich sind. Frauen mit Lupus und andere Autoimmunerkrankungen, wie auch 250 Teilnehmerinnen der Studie, verfügen über ein erhöhtes Risiko. Das Team plant jetzt weitere Studien und die Untersuchung zusätzlicher Gene.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.plosmedicine.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht Wolkenbildung: Wie Feldspat als Gefrierkeim wirkt
09.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie