Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein seltenes Schauspiel: Die blühende Titanwurz

04.08.2014

Es war eine eindrucksvolle Premiere vor großem Publikum: Erstmals kam die Titanwurz, die größte Blume der Welt, im Ökologisch-Botanischen Garten (ÖBG) der Universität Bayreuth zur Blüte.

Rund 10.000 Besucher aus Stadt und Region waren von Donnerstag bis Samstag vergangener Woche auf den Campus gekommen, um die nur 24 Stunden andauernde Vollblüte dieser weltweit seltenen Pflanze zu erleben.


Vollblüte der Titanwurz im Ökologisch-Botanischen Garten (ÖBG)

der Universität Bayreuth.

Foto: Wolfgang Ullmann;

mit Autorangabe zur Veröffentlichung frei.

„Wir hatten dieses Ereignis zwar schon seit einigen Tagen angekündigt, aber mit einem solchen starken Besucherandrang hatten wir nicht gerechnet“, berichtet Dr. Gregor Aas, der Direktor des ÖBG.

Schon seit mehreren Jahren wächst die Titanwurz im Tropenwald des ÖBG, wo sie einen prominenten Platz unter vielen anderen tropischen Gewächsen einnimmt. Doch hat sie regelmäßig nur ein einziges riesiges Blatt ohne Blüte hervorgebracht, die an einen kleinen Baum mit schirmförmiger Krone erinnerte.

Diesmal aber ließ eine riesenhafte, kolbenähnliche Blüte in der Knospe die seltene Vollblüte schon seit einigen Wochen erahnen. Als das Schauspiel endlich begann, ließen sich die zahlreichen Interessierten und Neugierigen auch nicht von dem intensiven, aasähnlichen Geruch abschrecken, den die voll aufgeblühte Titanwurz zur Anlockung ihrer Bestäuber möglichst weit verbreitet.

Die Titanwurz (Amorphophallus titanum), ein Aronstabgewächs, ist in den Regenwäldern Sumatras (Indonesien) beheimatet.

Entdeckt wurde sie 1878 von dem italienischen Botaniker Odoardo Beccari. In botanischen Gärten kommt sie bis heute selten vor, da ihre riesige Knolle sehr empfindlich ist und leicht von Fadenwürmern (Nematoden) befallen wird. Es wird geschätzt, dass weltweit erst rund 120 Titanwurz-Pflanzen in botanischen Gärten geblüht haben.

Kontakt:

PD Dr. Gregor Aas Direktor des Ökologisch-Botanischen Gartens Universität Bayreuth D-95440 Bayreuth Telefon: +49 (0)921 / 55-2960 E-Mail: gregor.aas@uni-bayreuth.de www.obg.uni-bayreuth.de

Christian Wißler | Universität Bayreuth
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de/presse/Aktuelle-Infos/2014/153-Titanwurz.pdf

Weitere Berichte zu: Anlockung Aronstabgewächs Bestäuber Blüte Geruch Knolle Nematoden Tropenwald

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Designerviren stacheln Immunabwehr gegen Krebszellen an
26.05.2017 | Universität Basel

nachricht Wachstumsmechanismus der Pilze entschlüsselt
26.05.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten