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Dresdner Systembiologen arbeiten an neuen Forschungsansätzen zu Krebserkrankungen des Immunsystems

08.04.2013
Krebserkrankungen des Immunsystems beziehungsweise des lymphatischen Systems verlaufen sehr unterschiedlich. Sie sind schwer diagnostizierbar und haben oft schlechte Chancen auf Heilung.

Ein verbessertes Verständnis der Entstehungsmechanismen dieser Krankheitsgruppe könnte entscheidend dazu beitragen, Behandlungsoptionen zu optimieren, neue Therapiemöglichkeiten zu identifizieren und so Heilungsaussichten zu verbessern.

Dies ist das Ziel der neu eingerichteten DFG Forschergruppe mit dem Namen „CONTROL-T: Consortium for TCR-mediated Regulation and Oncogenesis in Lymphomas of T cells". Sie wird für drei Jahre mit 1,7 Millionen Euro gefördert, etwa 340.000 Euro davon fließen an die TU Dresden.

Im Fokus dieses Projektes stehen die Untersuchung biologischer Signalwege, die Identifizierung genetischer Veränderungen und die Immunologie von T-Zell Lymphomen und Leukämien. Neben modernsten Labormethoden kommen innerhalb des Konsortiums auch mathematische Modelle und Computersimulationen zum Einsatz.

Die Verantwortung für diesen theoretischen (systembiologischen) Projektteil liegt an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden. Unter Leitung von Prof. Ingo Röder werden Wissenschaftler der Instituts für Medizinische Informatik und Biometrie in den nächsten drei Jahren an der Entwicklung neuer mathematischer Modelle der T-Zell-Entwicklung arbeiten.
Die Dresdner Wissenschaftler greifen dabei auf ihre langjährigen Erfahrungen hinsichtlich der mathematischen Modellierung anderer Leukämiearten zurück. Auf Basis der zu entwickelnden Modelle wird es möglich sein, die Mechanismen der Krankheitsentstehung von T-Zell-Lymphomen und Leukämien auch im Computer nachzustellen und diese mit Hilfe von Simulationsstudien besser zu verstehen.

Kontakte

Sprecher der Forschergruppe:
Prof. Dr. Martin-Leo Hansmann,
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M.
Teilprojektleitung Systembiologie / Modellierung:
Prof. Dr. Ingo Röder, Institut für Medizinische Biometrie und Informatik
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden
E-Mail: ingo.roeder@tu-dresden.de
Telefon: +49(0)351 458 60 60

Konrad Kästner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/med/imb

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