Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Defektes Protein kann zu Krebsleiden führen

27.11.2012
Schlüsselrolle für Senataxin bei Transkription und Replikation der DNA

Wissenschaftler an dem zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Genetica Molecolare in Pavia und des Istituto Firc di Oncologia Molecolare in Mailand haben die Schlüsselrolle des Senataxin-Proteins bei der Transkription und Replikation der DNA aufgedeckt. Eine Störung dieser Vorgänge, so die Schlussfolgerung der italienischen Forscher, kann nicht nur zu schweren neurodegenerativen Krankheiten, sondern auch zur Entstehung von Krebs führen.


Gentafel: intakte DNA-Struktur überlebenswichtig (Foto: pixelio.de, Schoenemann)

Unstabile DNA als Folge

Ein ordnungsgemäßer Ablauf von Replikation und Transkription der DNA ist entscheidend für die fehlerlose Teilung und das richtige Funktionieren der Zellen. Andernfalls kann es zu einer juvenilen Form der Amyotrophen Lateralsklerose und zu einer seltenen Ataxie der Augenmuskeln (AOA2) kommen. Denn ein defektes Senataxin erhöht das Risiko, dass sich die beiden Vorgänge gegenseitig beeinflussen oder stören. Falls dieses in seiner Rolle als Koordinierungszentrum ausfällt, kann in der Folge eine unstabile DNA entstehen.

"Da Vorgänge und Hintergründe die gleichen sind wie bei der Entstehung der Tumorzellen, ergeben sich neue Ansätze auch in der Krebsforschung", so Projektleiter Marco Foiani. Dabei müsse vor allem die Rolle dieses Proteins als genomischer Stabilitätsfaktor geklärt werden. Ausserdem müsse der Frage nachgegangen werden, welche geschädigten Zellen des Nervensystems zur Entstehung von Sla und AOA2 beitragen.

Wichtige Grundlagenforschung

"Diese Gemeinsamkeit mit den tumoralen Pathologien bestätigt wieder einmal die Wichtigkeit der Grundlagenfosrchung und der engen Zusammenarbeit hochspezialisierter Institute wie der unseren", unterstreicht der der italienische Wissenschaftler. Die in Mailand und Pavia durchgeführten Forschungsarbeiten sind mit finanzieller Unterstützung der Krebsforschungseinrichtungen Airc und Telethon erfolgt. Einzelheiten können in der internationalen Fachzeitschrift Cell http://cell.com nachgelesen werden.

Harald Jung | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.igm.cnr.it
http://www.ifom-firc.it

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Neuer körpereigener HIV-Hemmstoff entdeckt: Peptid blockiert Viren-Eintrittspforte und Signalweg
24.04.2015 | Universität Ulm

nachricht Rasterfahndung in Biobanken: MDC-Neurobiologen entdecken Protein, das vor Chorea Huntington schützt
24.04.2015 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektromobilität: Ultraleichtes Kraftpaket für das elektrische Fliegen

Siemens hat einen einzigartigen Elektromotor entwickelt, der hohe Leistung mit einem minimalen Gewicht kombiniert. Durch konsequente Optimierung aller Komponenten stellt der neue Antrieb in seiner Klasse einen Weltrekord beim Leistungsgewicht auf. Dadurch kommt der routinemäßige Einsatz von elektrisch angetriebenen Flugzeugen oder Helikoptern einen großen Schritt näher.

Manchmal lässt sich eine technische Revolution ganz knapp in einer einzigen Zahl zusammenfassen. In diesem Fall lautet sie: fünf Kilowatt pro Kilogramm – das...

Im Focus: Fast and Accurate 3-D Imaging Technique to Track Optically-Trapped Particles

KAIST researchers published an article on the development of a novel technique to precisely track the 3-D positions of optically-trapped particles having complicated geometry in high speed in the April 2015 issue of Optica.

Daejeon, Republic of Korea, April 23, 2015--Optical tweezers have been used as an invaluable tool for exerting micro-scale force on microscopic particles and...

Im Focus: Von Innen nach Außen: Rätsel der galaktischen Scheiben gelöst

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Ivan Minchev, Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), hat mithilfe hochmoderner theoretischer Modelle das Rätsel um die Entwicklung der Galaxienscheiben gelöst. Die jetzt veröffentlichte Studie zeigt, dass sich Sternpopulationen gleichen Alters durch Galaxienkollisionen nach außen hin ausweiten. Ähnlich wie die Blüten einer Rose reichern sich diese Populationen schichtweise in der Galaxie an und formen so allmählich die dicke Scheibe.

„Wir können nun zum ersten Mal zeigen, dass dicke Scheiben nicht nur aus alten Sterngenerationen bestehen, sondern – in einem größeren Abstand zum...

Im Focus: NOAA, Tulane identify second possible specimen of 'pocket shark' ever found

Pocket sharks are among the world's rarest finds

A very small and rare species of shark is swimming its way through scientific literature. But don't worry, the chances of this inches-long vertebrate biting...

Im Focus: Morbus Crohn: neuer Entstehungsmechanismus entschlüsselt

Bakteriengemeinschaften verursachen Darmentzündung

Morbus Crohn zählt zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Bei der Krankheit spielt die genetische Veranlagung eine Rolle - und offenbar auch...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Familienunternehmensforschung

24.04.2015 | Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie am 29. April 2015

24.04.2015 | Veranstaltungen

Wirtschaftsempfang 2015: WissensRÄUME

24.04.2015 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Simulation und virtuelle Welten: Virtueller Messerundgang mit dem Smartphone

24.04.2015 | Informationstechnologie

Elektromobilität: Ultraleichtes Kraftpaket für das elektrische Fliegen

24.04.2015 | Energie und Elektrotechnik

Siemens integriert Sitop-Stromversorgung in Prozessleitsystem Simatic PCS 7

24.04.2015 | Messenachrichten