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Durchbruch: Haut in Stammzellen umgewandelt

21.11.2007
Unabhängigkeit von Embryonen rückt näher

Zwei Wissenschaftlerteams haben unabhängig voneinander menschliche Hautzellen so umprogrammiert, dass sie embryonale Stammzellen nachahmen und sich in jede Art von Gewebe verwandeln können.

Dieser Durchbruch verspricht neue Quellen für Zellen für den Einsatz in der Wissenschaft. Entscheidend ist, dass die Forschung damit nicht länger von Zellen menschlicher Embryos abhängen sollte. Bis jetzt wurde davon ausgegangen, dass sich nur Zellen von Embryos uneingeschränkt in alle 220 Zellarten des Körpers verwandeln können.

Details der beiden Studien wurden in Science http://www.sciencemag.org und Cell http://www.cell.com veröffentlicht.

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»Embryo »Hautzelle »Herzgewebe »Stammzelle

Das Team der Kyoto University http://www.kyoto-u.ac.jp/index-e.html arbeitete mit einem chemischen Cocktail, der nur vier Gene enthielt. Damit wurden erwachsene menschliche Fibroblasten in den erforderlichen pluripotenten Zustand umgewandelt. Die so entstandenen Zellen waren ähnlich, aber nicht identisch. Die Forscher nutzten sie in der Folge um Gehirn- und Herzgewebe zu schaffen. Nach zwölf Tagen begann das Herzgewebe zu schlagen. Die Wissenschaftler der University of Wisconsin-Madison http://www.wisc.edu erreichten das gleiche Ergebnis mit einer leicht veränderten Kombination von Chemikalien. Sie schufen acht neue Linien von Stammzellen für den Einsatz in der Forschung.

Der Einsatz von Hautzellen sollte eine individualisierte Behandlung ermöglichen und damit das Risiko einer Abstoßung minimieren. Neben dem Verzicht auf menschliche Embryos bringt das neue Verfahren laut BBC einen weiteren Vorteil, denn es ist einfacher und kann genauer kontrolliert werden als bestehende Technologien. Die Wissenschaftler warnten jedoch, dass das Verfahren noch verfeinert und auch seine Sicherheit gewährleistet werden müsse. Derzeit beruhen beide Verfahren auf Viren, die neues Material in die Zellen einbringen. Damit bergen diese Ansätze ein potenzielles Risiko in sich.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sciencemag.org
http://www.cell.com

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