Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Diagnose koronarer Herzerkrankungen mittels Urin-Analyse

14.11.2007
Mosaiques diagnostics und ein internationales Netzwerk renommierter Wissenschaftler der "British Heart Foundation" (UK) und des "Baker Heart Research Institute" (Australien) entwickelten eine innovative Methode, um mittels der Analyse von Urin koronare Herz-Erkrankungen zu erkennen.

Koronare Herzerkrankungen (KHK) sind die Hauptursache von Morbidität und Mortalität weltweit. Sie bilden die Todesursache von jährlich ca. zwei Millionen Menschen in Europa und mehr als einer halben Millionen Menschen in den USA. Geographische, geschlechtsspezifische oder sozio-ökonomische Grenzen existieren nicht, weshalb diese Krankheit eine zentrale Herausforderung für die Gesundheitssysteme weltweit darstellt. Eine große Zahl von Todesfällen und bleibenden Gesundheitsschäden könnte durch die frühe Diagnose vermieden werden bzw. durch direkt anschließende effektive, individuelle Behandlung zur Vermeidung klinischer Ereignisse wie z.B. einem akuten Herzinfarkt.

Insgesamt 370 Patienten untersuchten Wissenschaftler von mosaiques diagnostics, der British Heart Foundation (UK) und dem Baker Heart Research Institute (Australien) in einer internationalen geblindeten klinischen Studie. Die Forschergemeinschaft etablierte so einen Urin-Test, der mit einer Sensitivität von 98% und einer Spezifität von 83% zwischen An- bzw. Abwesenheit einer koronaren Herz-Erkrankung unterscheidet. Die hierzu angewandte CEMS Technologie (Kapillarelektrophorese gekoppelte Massenspektrometrie) von mosaiques' gestattet nicht nur die erfolgreiche Identifikation von KHK-Patienten, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, die Effekte therapeutischer Maßnahmen zu beobachten. Daher birgt diese nicht invasive und exakte Diagnostik-Methode enorme Vorteile für Patienten mit einem signifikant gesteigerten Risiko von koronaren Herzerkrankungen, wie beispielsweise Patienten mit Typ II Diabetes, sowie für die Fortentwicklung der personalisierten individuellen Medizin.

Ihre Zuverlässigkeit im Bereich Arzneimittelentwicklung hat die Technologie bereits erwiesen im Rahmen von klinischen Studien zur Wirkung von Medikamenten auf das Gefäßsystem und - bei mosaiques' weiteren Diagnostikanwendungen - bei Nierenerkrankungen.

Die Studienergebnisse sind publiziert in dem führenden Journal Molecular & Cellular Proteomics, unter dem Titel: Urinary proteomic biomarkers in coronary artery disease. Die Publikation steht online zur Verfügung unter http://www.mcponline.org/cgi/reprint/M700394-MCP200v1.

Die Studie wurde gefördert von der EU im Rahmen des Projektes "InGenious HyperCare" (Fördernummer: LSHM-CT-2006-037093).

Über mosaiques diagnostics & therapeutics AG
Die mosaiques diagnostics & therapeutics AG wurde in Hannover gegründet. Die Kernkompetenz des Unternehmens ist die frühe und zuverlässige Erkennung von Krankheiten sowie die individuelle Therapieüberwachung und Medikament-Entwicklung. Das Unternehmen nutzt hierfür Polypeptid-Muster (diagnostic pattern = DiaPat) entwickelt durch schnelle und exakte Analyse von Proteinen und Polypeptiden in Körperflüssigkeiten (z.B. Urin oder Zerebrospinalflüssigkeit). Zu diesem Zweck hat mosaiques auf der Basis von klinischer Proteomanalyse eine einzigartige Technologie entwickelt, welche die frühe und differenzierte Diagnose von kardiovaskulären Erkrankungen, Nierenerkrankungen und Krankeiten des urogenitalen Trakts ermöglicht. Die Diagnose von Blasen- und Prostatakrebs, chronischen Nierenerkrankungen, diabetischer Nephropathie, Graft-versus-host-disease, Harnwegsfehlbildungen bei Neugeborenen und kardiovaskulären Erkrankungen wird über die Tochtergesellschaft DiaPat GmbH bereits auf dem deutschen Markt angeboten. Die Mosaiques' Polypeptidmuster-Technology ist geprüft und belegt in zahlreichen geblindeten klinischen Studien mit über 10.000 qualifizierten Patientenproben.

Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Harald Mischak
Vorstand
Tel: +49 (0)511 55 47 44 13
Fax: +49 (0)511 55 47 44 31
mischak@mosaiques-diagnostics.com
Dr. Harald-Gerhard Geppert
Director Therapeutic & Clinical Applications
Tel: +49 (0)511 55 47 44 23
Fax: +49 (0)511 55 47 44 31
geppert@mosaiques-diagnostics.com
mosaiques diagnostics & therapeutics AG
Mellendorfer Straße 7-9
D-30625 Hannover
GERMANY

Sibylla Schwarz, | idw
Weitere Informationen:
http://www.mosaiques-diagnostics.com
http://www.mcponline.org/cgi/reprint/M700394-MCP200v1

Weitere Berichte zu: Herzerkrankungen Nierenerkrankung Urin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert
06.12.2016 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Forscher vergleichen Biodiversitätstrends mit dem Aktienmarkt
06.12.2016 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nährstoffhaushalt einer neuentdeckten “Todeszone” im Indischen Ozean auf der Kippe

06.12.2016 | Geowissenschaften

Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Bioabbaubare Polymer-Beschichtung für Implantate

06.12.2016 | Materialwissenschaften