Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirkstoffquellen aus der Ostsee

13.11.2007
Ressourcenzentrum Marine Organismen kooperiert mit Sanofi-Aventis

Schon ein halbes Jahr nach seiner Gründung ist es dem Start up-Unternehmen Ressourcenzentrum Marine Organismen gelungen, das forschende und weltweit tätige Arzneimittelunternehmen Sanofi-Aventis für sich zu interessieren und eine Zusammenarbeit zu beginnen.

Das Greifswalder Forscherteam züchtet für Sanofi-Aventis Mikroorganismen aus dem Meer, in denen interessante, neuartige Substanzen enthalten sind, die Ausgangspunkt für neue Medikamente sein könnten.

Der Kontakt zu Sanofi-Aventis geht auf den Businessplanwettbewerb Science4Life zurück, den größten bundesweit ausgetragenen Businessplanwettbewerb für die Branchen Life Sciences und Chemie, dessen Sponsoren Sanofi-Aventis und das Land Hessen sind und bei dem das Ressourcenzentrum Marine Organismen kürzlich ausgezeichnet worden war.

"Science4Life ist in erster Linie eine unabhängige und breit angelegte Initiative mit dem Ziel, die Gründerszene zu fördern und zu guten Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen beizutragen. Wenn sich daraus außerdem für uns eine Zusammenarbeit ergibt, umso besser", sagt Dr. Alfons Enhsen, administrativer Leiter der Forschung & Entwicklung von Sanofi-Aventis in Deutschland. "Auf jeden Fall belegt der Kontakt, dass die Teilnahme bei Science4Life selbst ein Gütesiegel für junge Unternehmen ist."

Naturstoffe aus Pflanzen, Pilzen, Bakterien oder auch tierischen Ursprungs sind grundsätzlich eine wertvolle Quelle für neue Arzneimittel. Insbesondere viele Antibiotika und Krebsmedikamente sind Naturstoffe oder Abkömmlinge davon. Während viele an Land vorkommende Pflanzen und Pilze gut auf ihre Inhaltsstoffe und deren Wirksamkeit untersucht sind, ist bisher relativ wenig bekannt, welche wirksamen Substanzen im Meer lebende Organismen enthalten. "Sie sind eine nahezu unerschöpfliche Quelle, und da die chemischen Substanzen unter Wasser verdünnt werden und sich nach dem Prinzip der maximalen Wirksamkeit über Jahrmillionen entwickelt haben, ist anzunehmen, dass viele davon sogar wirksamer sind als an Land zu findende Wirkstoffe", stellt Dr. Gudrun Mernitz vom Ressourcenzentrum Marine Organismen die Vorteile dar.

"Wir sind gespannt, ob sich diese Annahmen bestätigen, wenn wir uns die Substanzen aus den Ostsee-Mikroorganismen genauer angesehen haben. Und noch mehr gespannt sind wir natürlich, ob sie sich tatsächlich als Leitstrukturen für wertvolle neue Medikamente entpuppen", kommentiert der Leiter der Naturstoffforschung von Sanofi-Aventis in Frankfurt, Dr. Mark Brönstrup, die jüngst begonnene Zusammenarbeit.

Über das Ressourcenzentrum Marine Organismen

Die "Ressourcenzentrum Marine Organismen GmbH" ist eine Ausgründung des Instituts für Pharmazie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald in Deutschland. Von den Greifswalder Wissenschaftlerinnen Dr. Gudrun Mernitz und Beate Cuypers im Januar 2007 gegründet, betreibt die Biotechnologie-Firma eine umfangreiche Stammsammlung mariner Organismen, insbesondere Pilze, Cyanobakterien und Algen, die weltweit von marinen Habitaten isoliert wurden. Die beteiligten Biologen verfügen über langjährige Erfahrungen im Bereich der Isolation, Taxonomie, Kultivierung und Fermentation mariner Organismen sowie der Extraktion und Untersuchung mit verschiedenen Testsystemen. In Zusammenarbeit mit Chemikern bieten sie Analysen von komplexen Naturstoffgemischen und Strukturbestimmungen darin enthaltener aktiver Substanzen an.

Über Sanofi-Aventis
Sanofi-aventis ist ein führendes, globales Pharmaunternehmen, das therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vertreibt, um das Leben der Menschen zu verbessern. Sanofi-aventis ist an den Börsen in Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) gelistet.
Kontakt:
Dr. Gudrun Mernitz
RessourcenZentrum Marine Organismen GmbH
Greifswald
Tel.: 03834 / 515652
Mail: mernitz@rzmo.de
Dr. Birgitt Sickenberger
Unternehmenskommunikation
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Tel.: 069 / 305 - 30167
Mail: birgitt.sickenberger@sanofi-aventis.com

Dr. Heinrich Cuypers | idw
Weitere Informationen:
http://www.rzmo.de
http://www.sanofi-aventis.com
http://www.science4life.de/

Weitere Berichte zu: Marine Organismus Ressourcenzentrum Sanofi-Aventis Science4Life

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Eine Karte der Zellkraftwerke
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung
18.08.2017 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie