Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Informationsportal "bioSicherheit" eröffnet

17.04.2002


Neues Internetportal des BMBF will die Forschung zur Umweltsicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen transparenter machen

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Wolf-Michael Catenhusen, hat heute das neue Informationsportal zur Umweltsicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen eröffnet. Unter www.biosicherheit.de wird ab sofort aktuell über die vom BMBF geförderten Forschungsprojekte zur biologischen Sicherheit und deren Ergebnisse informiert. Das Informationsportal ist das zentrale Element eines 2001 gestarteten Förderprogramms, mit dem Ziel, die biologische Sicherheitsforschung auch für eine breitere Öffentlichkeit transparenter zu machen.

"Biologische Sicherheitsforschung über gentechnisch veränderte Pflanzen war lange Zeit reine Expertensache", so Wolf-Michael Catenhusen. "Mit dem neuen Informationsportal wollen wir dem gestiegenen öffentlichen Interesse Rechnung tragen. Wir bieten damit allen die Möglichkeit, sich selbst eine Meinung über Chancen und Risiken transgener Pflanzen zu bilden. Diese Transparenz zur biologischen Sicherheitsforschung ist international einmalig."

Vor 2001 wurden in Deutschland rund 70 Vorhaben zur Sicherheit von gentechnisch veränderten Pflanzen unterstützt. Im vergangenen Jahr sind im Rahmen des neuen Biotechnologieprogramms der Bundesregierung 42 weitere Forschungsprojekte in die Förderung aufgenommen worden. Erstmals steht dabei die Kommunikation mit im Fokus. Die Bundesregierung hat die Ausgaben zur Förderung der Biologischen Sicherheitsforschung seit 1998 von rund 4,8 Millionen Euro auf ca. 7,9 Millionen Euro erhöht.

Weltweit wachsen gentechnisch veränderte Pflanzen heute auf mehr als 50 Millionen Hektar Ackerland. Inwieweit sich die Veränderung des pflanzlichen Erbguts auf das ökologische Zusammenspiel zwischen Pflanze und ihrer Umwelt auswirkt, wird im Rahmen der biologischen Sicherheitsforschung untersucht. Ziel der Biologischen Sicherheitsforschung ist es, die bereits gewonnenen Erfahrungen im Umgang mit gentechnisch veränderten Pflanzen zu erweitern. Die Ergebnisse solcher Versuche werden benötigt, um gentechnisch veränderte Pflanzen im Zulassungsverfahren wissenschaftlich umfassend bewerten zu können.

Zentraler Bestandteil des neuen Informationsportals ist die Sicherheitsforschungs-Datenbank (SiFo-Datenbank). Hier erhalten die Nutzerinnen und Nutzer leicht verständliche Informationen über in Deutschland laufende und bereits abgeschlossene Forschungsprojekte. Ergänzt wird dieses Angebot durch Präsentationen bedeutender Studien zur Umweltsicherheit aus dem Ausland. Daneben gibt es Hintergrundinformationen zu den wichtigsten Fragestellungen der biologischen Sicherheitsforschung und den in Deutschland angebauten Kulturpflanzen, Materialien für den Schulunterricht und einen Newsletter, der über aktuelle Entwicklungen informiert.

Pressereferat (LS 13) | BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Sicherheitsforschung Umweltsicherheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht Wolkenbildung: Wie Feldspat als Gefrierkeim wirkt
09.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie