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Blutsaugende Insekten lokalisieren die Blutgefäße unter der Haut durch Wärme

18.10.2007
Wie gelingt es blutsaugenden Insekten (Moskitos, Wanzen, Läusen...) die Blutgefäße unter der Haut zu lokalisieren?

Forscher des CNRS und der François-Rabelais-Universität in Tours haben kürzlich gezeigt, dass die Wärme eine wichtige Rolle bei dieser Lokalisierung spielt.

Die Forscher konnten feststellen, dass, wenn blutsaugende Wanzen in eine Tierhaut stechen, sie ihren Saugrüssel direkt (ohne vorherigen Kontakt zwischen dem Saugrüssel und der Hautoberfläche) auf ein Blutgefäß richten. Diese Insekten wissen also schon vorher ganz genau wo sie hineinstechen müssen, um Blut zu finden.

Auf der Haut gibt es Temperaturunterschiede, die um einige Zehntelgrade bis 1,5°C (Kaninchen) variieren können. Die Insekten machen sich diesen Unterschied zum Auffinden der Blutgefäße zunutze. Zur Untersuchung dieses Phänomens entwickelten die Forscher ein künstliches System, bestehend aus einer Platte und Metalldrähten, deren Temperatur unabhängig kontrolliert werden kann.

... mehr zu:
»Blutgefäß »Insekt »Saugrüssel »Wanzen »Wärme
Die mit dieser künstlichen Haut konfrontierten Insekten verhalten sich wie auf einer Tierhaut: sie richten ihren Saugrüssel direkt auf den heißesten

Draht. Da die Insekten kein Blut finden können, nutzen sie eine besondere Suchstrategie. Sie stechen um den heißeren Punkt herum, um sich dann immer weiter von ihm zu entfernen. Diese Studie gibt Aufschluss über den Grundmechanismus der Fütterung von blutsaugenden Insekten, zeigt jedoch auch wie einige Parasiten, beispielsweise der Malaria-Parasit Plasmodium falciparum, in den Blutkreislauf eindringen.

« Do Haematophagous Bugs Assess Skin Surface Temperature to Detect Blood Vessels ? », Raquel A. Ferreira, Claudio R. Lazzari, Marcelo G. Lorenzo, Marcos H. Pereira, PloS ONE, 26/09/2007.

Kontakt: Claudio Lazzari
UMR Université-CNRS 6035
Institut de recherche sur la biologie de l'insecte (IRBI)
Département de biologie animale et de génétique
UFR Sciences et Techniques
Parc de Grandmont
F-37200 TOURS
@ claudio.lazzari@univ-tours.fr
+33 2 47 36 73 89
Quelle: Pressemitteilung des CNRS, 28.09.2007
Redakteurin: Anaïs Manin, anais.manin@diplomatie.gouv.fr
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Wissenschaft-Frankreich (N° 129 vom 17.10.2007)
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