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Gen für Dauerhaftigkeit von Holz entdeckt

04.10.2007
Wissenschaftler der australischen University of Melbourne haben bei Eukalyptusbäumen ein Gen für die Robustheit und Dauerhaftigkeit des Holzes entdeckt.

Die Dauerhaftigkeit ist einer der wichtigsten Qualitätsfaktoren bei Holz. Die Entdeckung wird Forstwirten helfen, Diagnosemethoden zur Beurteilung von Setzlingen zu entwickeln, welche eine bessere Holzqualität hervorbringen könnten. Jungtriebe, die über das Gen verfügen, können gezielt ausgewählt und angepflanzt werden, um sie zu Bäumen mit besserer Holzqualität heranwachsen zu lassen.

Laut Dr. Antanas Spokevicius, von der School of Forest and Ecosystem Science der University of Melbourne, verfügen Bäume, wie viele andere Pflanzen, über zwei Zellwandschichten ¬ eine dünne erste Wand, die den Inhalt der Zelle hält sowie ein dickere zweite Wand, die Festigkeit gibt. In Baumstämmen und Ästen ist diese zweite Wand entscheidend, um deren immense Höhe sowie deren Gewicht zu halten und gleichzeitig die notwendige Flexibilität zu liefern, dank derer Bäume starken Winden standhalten.

Dr. Spokevicius zufolge bestimmt das Gen, das für die Dauerhaftigkeit des Holzes von Bedeutung ist, wie Cellulosefasern (genannt Mikrofibrillen) in der zweiten Pflanzenzellwand angeordnet sind. Ähnlich wie Stahlstreben im Beton sorgen sie für zusätzliche Stabilität. Indem es die Ausrichtung der Mikrofibrillen beeinflusst, verleiht das Beta-Tubulin genannte Gen dem Holz unterschiedliche Stärkeeigenschaften.

"Unsere Erkenntnisse sind ein wichtiger Schritt für die Entwicklung von Holzfasern mit unterschiedlichem Bruchwiderstand sowie Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften", so Dr. Spokevicius.

Weitere Informationen:
Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
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10117 Berlin
Email: berlin@ranke-heinemann.de
Tel.: 030-20 96 29 593
Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Einrichtung aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
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