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Babysitter verlängern Leben von Vogelmüttern

28.09.2007
Helfer sorgen für gesunde Nachkommen

Babysitter erleichtern nicht nur beim Menschen das Leben der Eltern. Wie ein britisch-australisches Wissenschaftsteam nun herausgefunden hat, bringen sie auch im Vogelreich zahlreiche Vorteile in das Leben der Mütter. Die Forscher haben entdeckt, dass bei dem mit den Sperlingen verwandten Prachtstaffelschwanz (Malurus cyaneus), Babysitter dafür sorgen, dass die Vogelmütter länger leben, berichtet der Australisch-Neuseeländische Hochschulverbund Ranke-Heinemann.

Die Wissenschaftler der Australian National University zusammen mit Kollegen der University of New South Wales und der University of Wollongong sowie der Universitäten in Cambridge und Sheffield in Großbritannien konnten zudem aber auch zeigen, dass die Babysitter für ein produktiveres Leben mit zahlreicher Nachkommenschaft sorgen. Bei vielen Tieren würden Eltern in der Aufzucht ihres Nachwuchses von erwachsenen Helfer-Tieren, die auf Fortpflanzung verzichten, unterstützt, erklärte Naomi Langmore, Mitglied des Forscherteams der Australian National University. "Bei einigen Vogelarten bringen die Helfer große Mengen an zusätzlicher Nahrung zu den noch abhängigen Jungen. Der Nachwuchs scheint davon in keiner Weise zu profitieren. Wir waren daran interessiert herauszufinden, wer von diesem Hilfsverhalten einen Vorteil hat", so die Forscherin.

Die Helfer befreien die Mütter von einem Teil der mit der Aufzucht der Jungen verbundenen Last, indem sie so viel extra Nahrung heranschaffen, dass sich die Mütter erlauben können, kleinere Eier zu legen und so Energie für zukünftiges Brüten zu sparen. Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass beim Prachtstaffelschwanz die Mütter demnach mehr von den Helfern profitieren als der eigene Nachwuchs. Die Weibchen, die in den Genuss der Babysitter-Unterstützung kommen, legen Eier mit unverhältnismäßig kleinem Dotter und schonen sich so beim Eierlegen. Das Resultat war überzeugend, wie die Forscher feststellen konnten: Die Tiere lebten nämlich länger und brachten häufiger Nachwuchs hervor, als jene Weibchen, die keine Helfer hatten.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ranke-heinemann.de

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