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Bessere Syntheseverfahren durch heterogene Katalyse

28.03.2002


Für seine hervorragenden Beiträge zur heterogenen Katalyse insbesondere bei Reduktionsreaktionen in überkritischen Fluiden wurde der 34jährige Nachwuchswissenschaftler Dr. Roger Gläser, Institut für Technische Chemie der Universität Stuttgart, am 20. März 2002 mit dem Jochen-Block-Preis der DECHEMA-Fachsektion Katalyse ausgezeichnet.

Oxidationsreaktionen sind in der organischen Synthese von entscheidender Bedeutung bei der Herstellung von wichtigen Zwischenprodukten und Feinchemikalien. Neue Perspektiven eröffnen dabei katalytische Verfahren in überkritischen Fluiden.
Für seine hervorragenden Beiträge zur heterogenen Katalyse insbesondere bei Reduktionsreaktionen in überkritischen Fluiden wurde der 34jährige Nachwuchswissenschaftler Dr. Roger Gläser, Institut für Technische Chemie der Universität Stuttgart, am 20. März 2002 mit dem Jochen-Block-Preis der DECHEMA-Fachsektion Katalyse ausgezeichnet. Dieser Preis wurde zum sechsten Mal vergeben.
Roger Gläser begann seine Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der heterogenen Katalyse während seiner Promotion am Stuttgarter Institut für Technische Chemie bei Prof. Jens Weitkamp. Die Doktorarbeit (Abschluß 1997) war der Alkylierung von Naphthalin an zeolithischen und mesoporösen Molekularsiebkatalysatoren gewidmet. Zum großen Teil hat Gläser hierbei schon überkritische Fluide angewandt. Während eines 16monatigen Post-doc-Aufenthalts am renommierten Georgia Institute of Technology in Atlanta, Georgia, USA, vertiefte und erweiterte er im Arbeitskreis von Prof. C.A. Eckert seine Kenntnisse auf dem Gebiet der überkritischen Fluide und der Katalyse in solchen Medien. 1999 entschloss sich Roger Gläser für eine Hochschullaufbahn und kehrte an das Stuttgarter Institut zurück. Er hat sich inzwischen vor allem mit seinen Arbeiten zur Epoxidierung von Olefinen in überkritischem Kohlendioxid sowie zur Selektivoxidation von Alkoholen an Edelmetall-Katalysatoren eine Ruf als origineller und erfolgreicher Nachwuchsforscher erworben. Er gilt auch als Experte auf dem Gebiet der Zeolithe, der geordneten mesoporösen Materialien vom M41S-Typ, der nichtoxidativen Dehydrierung von Alkanen, oder auch der quantitativen Erfassung von hydrophoben bzw. hydrophilen Oberflächeneigenschaften. Dr. Gläser hat sich daneben bereits beachtliche Verdienste in der vertieften universitären Lehre auf dem Sektor der heterogenen Katalyse erworben.

Dr. Christine Dillmann | idw

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