Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die bakterielle Zellhülle und die Infektion im Fokus

25.05.2007
Neuer Sonderforschungsbereich an der Universität Tübingen bewilligt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) genehmigte die Einrichtung eines neuen Sonderforschungsbereichs an der EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN mit dem Titel: "Die bakterielle Zellhülle: Struktur, Funktion und Schnittstelle bei der Infektion" (SFB 766). Unter Federführung der Fakultät für Biologie mit dem Sprecher Prof. Dr. Wolfgang Wohlleben (Mikrobiologisches Institut) sind die Medizinische Fakultät und die Fakultäten für Chemie und Pharmazie, Informations- und Kognitionswissenschaften sowie das Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie beteiligt.

Ziel des interdisziplinären Forschungsnetzwerks ist es, zu einem tieferen Verständnis der Struktur und Biosynthese der bakteriellen Zellhülle zu gelangen. Diese spielt eine entscheidende Rolle bei der Infektion des Menschen durch Bakterien und für die Bekämpfung der Infektion durch antibakterielle Substanzen. Für die biotechnologische Nutzbarkeit und Entwicklung neuer Antibiotika, die in ihrem Wirkmechanismus mehrheitlich an der bakteriellen Zellhülle angreifen, ist das Wissen um die Zellhülle daher von entscheidender Bedeutung.

Am 1. Juli diesen Jahres startet der neue SFB, dem für den ersten Förderabschnitt von vier Jahren ein Finanzvolumen von etwa 8,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen wird. Der SFB 766 führt die erfolgreiche DFG Forschergruppe 449 fort. Dessen Mitglieder können bereits auf zwei Biotechnologie-Ausgründungen (Genmedics GmbH, Combinature Biopharm AG) und zahlreiche Kooperationen mit Biotechnologie-Firmen verweisen und so ihre Praxisnähe unter Beweis stellen. Für das positive Votum der DFG war vor allem die wissenschaftliche Exzellenz der beteiligten Arbeitsgruppen und die daraus resultierende interdisziplinäre Zusammenarbeit auf höchstem Niveau ausschlaggebend. Der neue SFB setzt damit die seit Jahrzehnten erfolgreiche Tradition einer weltweit seltenen Konzentration von umfassender Kompetenz auf dem Gebiet der bakteriellen Zellhülle in Tübingen fort.

Für Nachfragen:

Prof. Dr. Wolfgang Wohlleben, Mikrobiologisches Institut,
Auf der Morgenstelle 28
72076 Tuebingen
Tel.: (07071) 29-76944, Fax : (07071) 29-5979
eMail: wolfgang.wohlleben@biotech.uni-tuebingen.de

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-tuebingen.de/

Weitere Berichte zu: DFG Infektion Mikrobiologisch Zellhülle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Geckos kommunizieren überraschend flexibel
29.05.2017 | Max-Planck-Institut für Ornithologie

nachricht Bauchspeicheldrüsenkrebs: Forschungsgruppe erprobt erfolgreich neue Diagnose- und Therapieansätze
29.05.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

New insights into the ancestors of all complex life

29.05.2017 | Earth Sciences

New photocatalyst speeds up the conversion of carbon dioxide into chemical resources

29.05.2017 | Life Sciences

NASA's SDO sees partial eclipse in space

29.05.2017 | Physics and Astronomy