Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schwarzes Gold und klare Fluten

08.05.2007
Mit der "Effizienten Wasseraufbereitung aus Ölfeldern" befasst sich ein Forschungsprojekt der FH Gießen-Friedberg, das ab sofort vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Ein Team des Instituts für Biopharmazeutische Technologie konzentriert sich dabei unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Czermak auf Untersuchungen zum Einsatz neuer keramischer Membranen.

Die mit 150.000 Euro unterstützte Gießener Initiative hat eine Laufzeit bis Ende Juni 2009. Ihre Ausgangsposition verbessert sich noch dadurch, dass ein Partner des FH-Instituts, Prof. Ranil Wickramasinghe von der Colorado State University, zur Lösung weiterer Fragen die Förderzusage der amerikanischen National Science Foundation erhalten hat. So können sich nun zwei Forschungsgruppen in transatlantischer Zusammenarbeit dem Vorhaben widmen, per Membrantechnologie das bei der Ölförderung anfallende Wasser zu reinigen.

Ziel der Projektpartner ist es, zum schonungsvollen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser bei der Ölgewinnung beizutragen. Denn wo Rohöl aus der Erde gepumpt wird, stößt man zu einem hohen Anteil (bis zu 95 Prozent) auf Wasser. Da viele Ölfelder in Gebieten mit fortschreitendem Wassermangel und wachsender Bevölkerung liegen, wird es immer wichtiger, dieses "Produktionswasser" so zu reinigen, dass es für die Bewässerung eingesetzt werden kann und bestehende Reservoirs nicht gefährdet. Auch beim Säubern von Tankern und bei der Ölförderung durch Bohrinseln fällt in großen Mengen schadstoffbelastetes Wasser an, das zum Schutz der Weltmeere gereinigt werden muss.

Bei den bisher praktizierten Filtrationsverfahren kommen Membranen zum Einsatz, die emulgierte Kohlenwasserstoffe, Salze und andere stark giftige Substanzen zurückhalten. Doch dabei treten verschiedene Probleme auf, die wiederum eine langwierige Reinigung der Membranen und die Vorbehandlung des belasteten Wassers erforderlich machen.

... mehr zu:
»Colorado »Membran »Ölförderung

Um diesen hohen, kostenintensiven Aufwand zu verringern, modifizieren die Forschungsgruppen in Gießen und Colorado neu entwickelte keramische und organische Membranen. Sie wollen deren Leistung bei der Abtrennung von Schadstoffen erhöhen und zudem ein effizientes Reinigungskonzept für die Membranen entwickeln. Abschließend soll das neue Verfahren beispielhaft in ein Gesamtreinigungskonzept bei der Wasseraufbereitung auf einem Ölfeld integriert werden.

Erhard Jakobs | idw
Weitere Informationen:
http://kmubserv.tg.fh-giessen.de/pm/ibpt

Weitere Berichte zu: Colorado Membran Ölförderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Bakterieller Untermieter macht Blattnahrung für Käfer verdaulich
17.11.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

nachricht Neues Werkzeug für gezielten Proteinabbau
17.11.2017 | Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte