Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster Versuch Sehfähigkeit mit Gentherapie wiederherzustellen

02.05.2007
Neue Gene wurden ins Auge eingesetzt

Wissenschafter des Moorfields Eye Hospital haben weltweit erstmals versucht, eine krankheitsbedingte Einschränkung der Sehfähigkeit mittels Gentherapie zu behandeln. Sie operierten den Briten Robert Johnson, der an einer Augenkrankheit leidet, die sich mit fortschreitendem Alter verschlechtert. Derzeit kann der Patient, dem in ein Auge Gene eingesetzt wurden, während des Tageslichtes Umrisse erkennen. Während der Dunkelheit erkennt er nur wenig. Es wird laut BBC mehrere Monate dauern, bis sich zeigt, ob der Eingriff ein Erfolg war oder nicht. Sollte der Versuch erfolgreich sein, könnte in Zukunft eine Vielzahl von vererbten Erkrankungen des Sehapparates behandelt werden.

Johnson Krankheit wird durch das schadhafte Gen RPE65 verursacht. Dieser Defekt verhindert, dass die Zellschicht der Retina im hinteren Bereich des Auges fehlerfrei arbeitet. Normalerweise nehmen diese Zellen Licht wahr. Bei diesem Patienten sind sie beschädigt und verhindern ein normales Sehen. Bei der Operation wurden Kopien des defekten Gens in den hinteren Bereich des Auges eingesetzt. Es wird gehofft, dass die Ersatzgene der Netzhaut wieder ermöglichen auf Lichtreize zu reagieren und so die Sehfähigkeit verbessern.

Das Verfahren hat im Labor und bei Tierversuchen funktioniert. Johnson ist einer von zwölf jungen Patienten, bei denen überprüft werden soll, ob sich diese Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen lassen. Der leitende Wissenschafter Robin Ali vom University College London Institute of Ophthalmology arbeitet gemeinsam mit Kollegen seit 15 Jahren an der Entwicklung dieses Verfahrens. Der operierende Chirurg James Bainbridge erklärte, dass der Ausgang des Eingriffes ungewiss sei. "Wir wissen einfach nicht genau, wie die Retina reagieren wird."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.moorfields.nhs.uk
http://www.ucl.ac.uk/ioo

Weitere Berichte zu: Gen Gentherapie Sehfähigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Verteidigung um fast jeden Preis
14.12.2017 | Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön

nachricht Mitochondrien von Krebszellen im Visier
14.12.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten