Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Alaska-Eisbären verändern Geburtsverhalten

26.01.2007
Klimaerwärmung macht Leben der weißen Bären schwer

Auch den Eisbären in Alaska setzt die Klimaerwärmung ziemlich stark zu. Nach jüngsten Berichten der US Geological Survey (USGS) gebären weibliche Eisbären zunehmend an Land. Dieses Verhalten sei, so die Forscher, atypisch, denn die Bären bevorzugen vornehmlich Eisschollen, um die Jungtiere zur Welt zu bringen. Die Ausdünnung des Eises hat es allerdings erforderlich gemacht, sich nun nach neuen Geburtsplätzen umzusehen.

Von 1985 bis 1994 haben 62 Prozent der Bären ihre Jungen auf Eisschollen zur Welt gebracht, im Vergleich dazu fiel diese Zahl zwischen 1998 und 2004 auf nur noch 37 Prozent. Ein weiterer Grund, warum die Eisbären an Land ihre Jungen zur Welt bringen, könnte auch darin liegen, dass die Entfernung zum Festland auf den Eisschollen immer größer wird. Obwohl die Bären gute Schwimmer sind, müssen die Tiere nun weitere Strecken im offenen Meer zurücklegen. "Diese Gründe haben wohl dazu geführt, dass die Bären in der Zwischenzeit ihr Verhalten geändert haben", meint der Biologe Anthony Fischbach von der USGS. Während der vergangenen Jahre konnten Forscher feststellen, dass sich das Packeis wesentlich später bildete und auch früher wieder schmolz. Die insgesamt auf rund 1.500 Tiere geschätzte Population in der Beaufort See wird vom Geological Survey beobachtet. 89 Tiere tragen Satelliten-Sender mit der die Forscher ihre Bewegungen überprüfen können.

Doch nicht nur für die Eisbären kommen frostige Zeiten, sondern auch für die arktischen Wasservögel: Einer Untersuchung der USGS zufolge hat die Zahl von 30 verschiedenen Vogelarten im Nordosten der USA und im Südosten Kanadas zwischen 1980 und 2000 dramatisch abgenommen - und zwar um 36 Prozent. Offensichtlich haben die Tiere neue Regionen zum Brüten ausgewählt und auch ihre Wanderrouten geändert. Ähnliche Untersuchungsergebnisse gebe es nämlich auch aus anderen Regionen, berichtet die USGS. Im Vergleich dazu haben Studien solcher Wasservögel im Mittleren Westen der USA keine nennenswerten Veränderungen gezeigt. Die spezifische Gruppe der Regenpfeiferartigen, der Ordnung Charadriiformes, weisen vielfältige Anpassungen auf, so dass sie sowohl auf trockenem Boden, als auch auf der Hochsee auftreten. Die Tiere haben mittellange Watbeine ohne Schwimmhäute sowie einen Stocherschnabel mit Schnabelgelenk und leben als Bodenbrüter in Feuchtgebieten, im Flachwasser und Flachmooren. Die Vögel haben bei den Ökologen eine besondere Bedeutung, da sie weite Wanderungen durchführen und in Feuchtbiotopen leben.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.usgs.gov

Weitere Berichte zu: Alaska-Eisbär Bär Eisbär Eisscholle Klimaerwärmung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Ionen gegen Herzrhythmusstörungen – Nicht-invasive Alternative zu Katheter-Eingriff
20.01.2017 | GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

nachricht Leibwächter im Darm mit chemischer Waffe
20.01.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise