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Die hochspezifische und hochempfindliche Erkennung von Enterotoxinen

16.01.2007
Das BACILLUS CEREUS-Projekt erbrachte neue Immunoassays, die spezifischer und empfindlicher für die Erkennung eines in Lebensmitteln befindlichen Krankheitserregers, des Bacillus cereus, sind.

B. cereus kommt in vielen Feldfrüchten wie Gemüse und Getreide und auch in Milch vor. Mit den herkömmlichen Hygienemaßnahmen ist seine Beseitigung schwer zu erreichen. Besonders bei vorerhitzten, aber nicht sterilisierten, Lebensmitteln nimmt das Risiko einer Gastroenteritis stark zu. Weiterhin kommt B. cereus häufig in solchen Lebensmitteln vor, die für Babys, einen sehr empfindlichen Bevölkerungsteil, bestimmt sind.

Das Hauptproblem bei B. cereus ist, dass seine Virulenz noch nicht umfassend erforscht wurde, wobei viele Stämme als unschädlich gelten und nur wenige von ihnen hoch ansteckend sein können. Daher wurden im Zuge des BACILLUS CEREUS-Projekts die Virulenzmechanismen des B. Cereus nach hochspezifischen Bestimmungsfaktoren seiner virulenten Stämme untersucht.

Dadurch entwickelte man neue Analyseinstrumente einschließlich der für die Enterotoxine des B. cereus spezifischen monoklonalen Antikörper (mab) wie NHE, CytK und HBL. Dadurch können diese Proteine in zellfreien Kultursupernatanten von Isolaten des Bacillus cereus erkannt werden. Diese mabs wurden in vielfältigen immunchemischen Verfahren erfolgreich verwendet.

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Im Vergleich zu den bislang genutzten Assays erwiesen sich die neuen Immunoassays hinsichtlich der Detailgenauigkeit und auch der Empfindlichkeit als deutlich besser. Zudem gestatten sie eine Mengenmessung des von einem Stamm produzierten NHE und HBL, was eine Einschätzung der Virulenz eines solchen Stamms im Verhältnis zu einer Vergiftung mit Durchfall ermöglicht. Man strebt eine weitere Zusammenarbeit zur Forschung und Entwicklung mit Unternehmen aus dem Bereich der Diagnose an.

Prof. Erwin Maertlbauer | ctm
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenchen.de

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