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ForschungsReport zur Lebensmittelqualität erschienen

14.12.2006
Nach den Gammelfleisch-Meldungen der letzten Wochen ist das Thema Lebensmittelqualität in der Öffentlichkeit wieder sehr präsent.

In den Forschungseinrichtungen des Bundesverbraucherschutzministeriums (BMELV) sind die Qualität und die Sicherheit von Lebensmitteln traditionell wichtige Forschungsthemen, die permanent bearbeitet werden. In seiner neuesten Ausgabe stellt der ForschungsReport, das Wissenschaftsmagazin des Senats der Bundesforschungsanstalten, ausgewählte Projekte unter dem Themenschwerpunkt "Lebensmittelqualität" vor.

Schon bei einem Blick ins Inhaltsverzeichnis wird die Vielfalt des Themas deutlich. Eine Arbeitsgruppe der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BfEL) in Karlsruhe geht der Frage nach, ob Bio-Äpfel gesünder sind als konventionell angebaute. Über die unterschiedliche Fleischqualität von Nutztieren, die auf der Weide gehalten oder im Stall gemästet wurden, informiert ein Artikel aus dem Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere (FBN). Bestimmte Ballaststoffe, die vor allem in Vollkornprodukten enthalten sind, könnten eine vorbeugende Wirkung gegenüber Dickdarmkrebs entfalten. Wissenschaftler der BfEL in Detmold und der Universität Jena haben die zugrunde liegenden Wirkmechanismen erforscht.

Wie sollte frisches Mini-Gemüse, das in kleinen Verkaufseinheiten zum Beispiel für Single-Haushalte angeboten wird, am besten verpackt sein, um die Qualität zu sichern? Wissenschaftlerinnen aus dem Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Großbeeren bei Berlin fanden überraschende Antworten.

Auf den ersten Blick scheint eine Genbank für Obst, über die ein Beitrag aus der Bundesanstalt für Züchtungsforschung (BAZ) informiert, nicht viel mit Lebensmittelqualität zu tun zu haben. Doch es wird schnell deutlich: Das in der Genbank vorgehaltene genetische Material kann eine wertvolle Ressource für neue Sorten darstellen, die sich durch besondere Qualitätsmerkmale wie Geschmack oder Inhaltsstoffe auszeichnen.

Gibt es Labormethoden, mit denen es möglich ist, Bio-Milch von konventionell erzeugter Milch zu unterscheiden? Die Lebensmittelüberwachung würde ein solches Verfahren begrüßen, um der Gefahr von Falschdeklarationen zu begegnen. Wissenschaftler aus den Milchforschungslabors der BfEL in Kiel stellen aussichtsreiche Analyseverfahren vor.

In sieben Artikeln werden Forschungsprojekte zum Thema Lebensmittelqualität vorgestellt. Daneben finden sich im 56-seitigen Heft Beiträge zur Tierhaltung, zur Verwendung von Getreideeiweiß für den non-food-Bereich, zu Holzschädlingen sowie zur Biologie von Eisfischen, einer besonderen Fischgruppe in der Antarktis.

Neben der verständlichen Sprache sorgt eine attraktive Bebilderung für ein anregendes Lesevergnügen. Das ForschungsReport 2/22006 kann kostenlos bezogen werden über die Geschäftsstelle des Senats der Bundesforschungsanstalten, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig. E-mail: michael.welling@fal.de, Tel.: 0531 / 596-1016.

Dr. Michael Welling | idw
Weitere Informationen:
http://www.forschungsreport.de

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