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Neues Verfahren zur Behandlung von Harninkontinenz überzeugt Investoren

04.02.2002


Tiroler Innovacell entwickelt zukunftsweisende Zelltherapie

Das junge Biotech-Unternehmen Innovacell erhält in einer ersten Finanzierungsrunde Unterstützung von einem österreichischen Investorenkonsortium, bestehend aus der Horizonte Venture Management GmbH, der uni venture Beteiligungs AG, der Hypo Equity Management AG, der Tiroler Zukunftsstiftung http://www.zukunftsstiftung.at und der Innovationsagentur http://www.innovation.co.at . Dadurch soll die Entwicklung neuer Verfahren zur Behandlung von Harninkontinenz ermöglicht werden. Die Tiroler Innovacell ist eine Ausgründung der Universität Innsbruck.

Eine wesentliche Ursache für Harninkontinenz ist die Schwächung der Muskulatur des Beckenbodens. Das Verfahren der Innovacell nützt die natürliche Regenerationsfähigkeit der betroffenen Zellen und stellt die Funktionsfähigkeit des geschwächten Schließmuskels wieder her. Dazu werden patienteneigene Zellen in einem unkomplizierten Eingriff entnommen, im Labor vermehrt und mit Hilfe einer speziellen Ultraschallsonde wieder eingepflanzt. Das patentierte Verfahren ermöglicht eine zielgerichtete und schonende Verabreichung der Zellen. In Zukunft wird diese Behandlungsmethode auch in anderen medizinischen Bereichen, wie für die Therapie bestimmter Formen von Herzinsuffizienz, Muskelrekonstruktionen und zur Heilung chronischer Wunden in der plastischen Chirurgie Anwendung finden.

Neben der Entwicklung dieses Behandlungsverfahrens arbeitet die Firma auch an der Automatisierung der im Labor durchgeführten Zellvermehrungsschritte – eine Methode, die in vielen Bereichen der Biotechnologie Anwendung finden wird. "Mit unserem wissenschaftlich fundierten Konzept und einem überzeugenden Businessplan konnten wir Investoren gewinnen, die auf die Bereiche Biotechnologie und Gewebetechnik spezialisiert sind und daher über profunde Erfahrungen verfügen", so Richard Westmoreland, CEO von Innovacell. Mit den neuen Partnern könne das Unternehmen sein klinisches Programm umsetzen und einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der österreichischen und internationalen Biotechnologieszene leisten.

Der Start der Innovacell wurde vom Impulsprogramm Biotechnologie der Innovationsagentur begleitet. Sonja Hammerschmid, Leiterin des Impulsprogramms: "Wir freuen uns besonders über die dynamische Entwicklung des jungen Biotech-Standortes Innsbruck, der durch die Gründung der Innovacell einen weiteren wichtigen Impuls erhält." Gemeinsam mit den lokalen Partner-Institutionen Tiroler Zukunftsstiftung, TechTirol, Attac, der Universität Innsbruck, der Tiroler Wirtschaftskammer und der Tiroler Landesregierung arbeitet die Innovationsagentur intensiv am Aufbau des Life Science Clusters Tirol.

Sandra Standhartinger | pte.monitor
Weitere Informationen:
http://www.innovation.co.at
http://www.zukunftsstiftung.at

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