Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verletzungen geben Auskunft über Virusidentität

30.10.2006
Die Viruspathogenität der Bauchspeicheldrüse gezüchteter Fische wurde von europäischen Forschern genau unter die Lupe genommen. Diese Forscher waren bestrebt ein neues Diagnostik-Instrument zu entwickeln, das die Immunhistochemie nutzt. Charakteristische Verletzungen, die in krankhaftem Fischgewebe festgestellt worden waren, wurden erfolgreich mit den entsprechenden sie verursachenden Wirkstoffen in einen Zusammenhang gebracht. Das ließ das diagnostische Potenzial der Ergebnisse der Forscher erkennen.

Viruskrankheiten bei Tieren gehören zu den größten Besorgnissen der Hauptakteure des integrierten EU-Lebensmittelmarktes. Es ist ihr Anliegen ihre Kompetenzen zu erhöhen und einen effektiven Beitrag hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit und der Risikoaspekte in einer sich immer weiter globalisierenden Welt zu leisten. In diesem Rahmen wurden Anstrengungen unternommen, die sich auf die Entwicklung neuer Instrumente zur Identifizierung der Viruspathogenität richten und vorbeugende Maßnahmen gegen deren Verbreitung bewirken.

Der Lachs-Alphavirus (SAV), ein Begriff, der geprägt wurde, um zwei verschiedene ursächliche Wirkstoffe zu beschreiben, die sich von der Alphavirus-Gattung entwickelt haben, stellt eine ernstzunehmende Gefahr für Zuchtfische dar. Diese Wirkstoffe sind dafür bekannt, für die Schlafkrankheit bei Forellen (SD - Trout Sleeping Disease) und die Bauchspeicheldrüsenerkrankung bei Lachsen (SPD - Salmon Pancreas Disease) verantwortlich zu sein. Daher unternahmen Forscher koordinierte Anstrengungen, um ihr Wissen über die Pathogenität des SAV zu erweitern. Dies geschah durch die Verbesserung der molekularen Charakterisierung des SAV und die Ergründung seiner Wirkungsmechanismen.

Zu diesem Zweck führten die Partner von SPD/SD DIAGNOSIS eine histopathologische Untersuchung durch, um die charakteristischen Verletzungen an der Bauchspeicheldrüse von Fischen zu identifizieren und deren Schwere dem Stadium der Krankheit zuzuordnen. Die Methode der Immunhistochemie (IHC) ist im Hinblick auf die Proteinlokalisierung auf Zelloberflächen durch spezifische Antikörper weit verbreitet. Trotz ihrer durchschnittlichen Empfindlichkeit ist die IHC ein leistungsfähiges Hilfsmittel. Dies rührt von der diagnostischen Fähigkeit her, den ätiologischen Wirkstoff bei erkrankten Fischen festzustellen.

... mehr zu:
»Disease »IHC »Immunhistochemie »SAV »Wirkstoff

Bei dem Bestreben das volle diagnostische Potenzial der IHC festzusetzen, wurden Gewebeproben der Bauchspeicheldrüsen erkrankter Fische verwendet. Die Netzwerkpartner zeigten, dass die Verwendung eines spezifischen Antikörpers für Bauspeicheldrüsenerkrankungen das Auftreten von Verletzungen bei erkrankten Fischen identifizieren könnte. Zusätzlich war man durch die differenzielle Diagnose in der Lage, den Virus der Bauspeicheldrüsenerkrankung (PD - Pancreas Disease) vom infektiösen pankreatischen Nekrosevirus (IPNV) zu unterscheiden. Letzterer ist dafür bekannt, den SPDV in der Zellkultur zu überwuchern und ähnliche Verletzungen wie bei der PD herbeizuführen.

Die Forscher möchten das Wissen, das sie durch ihre Experimente erhalten haben, durch ein Kooperationsprojekt mit anderen Wissenschaftlern mit Fachwissen über die Anwendung der Immunhistochemie für die PD weiter auszubauen.

Dr. Torunn Taksdal | ctm
Weitere Informationen:
http://www.vetinst.no

Weitere Berichte zu: Disease IHC Immunhistochemie SAV Wirkstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Auf der molekularen Streckbank
24.02.2017 | Technische Universität München

nachricht Sicherungskopie im Zentralhirn: Wie Fruchtfliegen ein Ortsgedächtnis bilden
24.02.2017 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie