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Krebswirkstoff erstmals künstlich hergestellt

16.10.2006
Arbeitsgruppe an der Leibniz Universität Hannover gewinnt den internationalen Forschungswettlauf

In der Arbeitsgruppe von Prof. Markus Kalesse vom Institut für Organische Chemie der Leibniz Universität Hannover ist erstmals die Totalsynthese des antitumorwirksamen Naturstoffes Tedanolid gelungen.

Der natürlich im karibischen Feuerschwamm vorkommende Wirkstoff zeigt eine hohe Antitumoraktivität bei sehr geringer Anwendungskonzentration. Daher hat die Substanz eine große Bedeutung für die Entwicklung zukünftiger Krebspräparate und ein enormes Marktpotential. Die schlechte Verfügbarkeit aus den natürlichen Quellen jedoch hatte zahlreiche Arbeitsgruppen, die auf dem Gebiet der Synthese von Naturstoffen arbeiten - vor allem in den USA angespornt - den Stoff künstlich verfügbar zu machen.

Nach mehr als 20 Jahren seit der erstmaligen Isolierung konnte die Arbeitsgruppe von Professor Kalesse diesen Forschungswettlauf nun für sich entscheiden. Die neu gefundene Syntheseroute wurde am 6. Oktober 2006 beim "Journal of the American Chemical Society" (JACS), einer der weltweit renommiertesten Chemiezeitschriften, veröffentlicht. Der Weg von diesem künstlich hergestellten Wirkstoff bis zu einem Antikrebsmedikament ist allerdings noch weit: Meist vergehen etwa 15 Jahren zwischen Synthetisierung und pharmazeutischer Nutzung.

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Hinweis an die Redaktion:
Für nähere Informationen steht Ihnen Prof. Markus Kalesse vom Institut für Organische Chemie unter Telefon +49 511.762-4688 oder per E-Mail unter markus.kalesse@oci.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Dr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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