Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Metabolismus des Schwefels in Pflanzen

12.10.2006
Vom Feldanbau über Genexpressionsmuster bis zur molekularen Strukturaufklärung - Die Forschergruppe "Metabolismus des Schwefels in Pflanzen" stellte auf einem internationalen Symposium an der Universität Heidelberg ihre Ergebnisse vor

Seit dem Jahr 2000 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Gruppe deutscher Forscher, die umfassende neue Erkenntnisse der Bedeutung von Schwefel in Pflanzen erarbeitet. Die Ergebnisse reichen dabei vom Feldanbau über Genexpressionsmuster bis zur molekularen Strukturaufklärung. Die Gruppe präsentierte vom 5. bis 7. Oktober 2006 im Heidelberger Institut für Pflanzenwissenschaften (HIP) in 29 Vorträgen und zahlreichen Postern die "Ernte" ihrer Arbeit auf dem internationalen Symposium "Sulfur-containing defence compounds: pivotal players in plant stress tolerance".

Teilnehmer aus acht europäischen Ländern, den USA und Asien beteiligten sich an den interdisziplinären Diskussionen. Zu den Erfolgen der Gruppe gehören ebenfalls 16 Promotionen, zwei Habilitationen, eine Berufung und mehr als 50 Publikationen in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften.

Eine praktische Anwendung ihrer Ergebnisse sieht die Gruppe in der Erhaltung der Pflanzengesundheit von Kulturpflanzen durch Verbesserung der Schwefelversorgung. Damit kann die Abwehrfähigkeit gegen Krankheiten gestärkt werden. Die molekularen Grundlagen dieses Resistenzphänomens können zur Erforschung von weiteren Stressabwehrreaktionen genutzt werden.

... mehr zu:
»Feldanbau »Metabolismus »Schwefel »Sulfur

Besonderes Kennzeichen der Arbeit der Gruppe war die internationale Einbindung in das Europäische Netzwerk der COST Action 829 (Fundamental, Agronomical and Environmental Aspects of Sulfur Nutrition and Assimilation in Plants) und dem in dreijährigem Turnus von einem internationalen Konsortium organisierten "International Workshop on Sulfur Metabolism in Higher Plants". Der siebte Workshop dieser Reihe wird vom 13. bis 18. Mai 2008 in Polen stattfinden und dies unter wesentlicher Beteiligung der DFG-Forschergruppe "Schwefel".

Die Beiträge des Symposiums erscheinen in Kürze in einer Sonderausgabe "Sulfur in Plants" der Zeitschrift "Plant Biology". Weitere Informationen zum Thema finden sich auf den Websites: http://ginkgo.bot.uni-heidelberg.de

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Thomas Rausch
Sprecher der DFG-Forschergruppe
und
Prof. Dr. Rüdiger Hell
Heidelberger Institut für Pflanzenwissenschaften (HIP)
Im Neuenheimer Feld 360, 69120 Heidelberg
trausch@hip.uni-hd.de
rhell@hip.uni-hd.de
Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de

Weitere Berichte zu: Feldanbau Metabolismus Schwefel Sulfur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Wegbereiter für Vitamin A in Reis
21.07.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Pharmakologie - Im Strom der Bläschen
21.07.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten