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Regenerative Therapie: Züchten von Knochen und Weichgewebe

06.10.2006
Wissenschaftsstadt Dresden - Aktuelles aus der Forschung: Medizin

Wenn einem Krebspatienten ein Tumor im Gesichtsbereich herausoperiert wird, hinterlässt er oftmals eine sichtbare Lücke. Schon aus kosmetischen Gründen ist es wichtig, diese auszugleichen.

In der Regel wird hierfür als Ersatz Weichgewebe oder Knochen von einer anderen Stelle des Körpers verwendet. Dies hat jedoch den Nachteil, dass an der Entnahmestelle wiederum ein Verlust entsteht.

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Dresden haben jetzt eine Methode entwickelt, Mundschleimhaut-, Bindegewebs- und Knochenzellen anzuzüchten, die für Transplantate in der Kiefer- und Gesichtschirurgie eingesetzt werden können.

... mehr zu:
»Knochen »Regenerativ »Weichgewebe

Ausgangsmaterial sind Zellen, die dem Patienten entnommen werden, beispielsweise aus dem Knochen. Diese werden anschließend in Verbindung mit industriell hergestelltem Biomaterial vermehrt. Nach sechs bis acht Wochen können die Transplantate eingesetzt werden. Im Verlauf der Einheilung kommt es dann zur Knochenbildung.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Günter Lauer
Leitender Oberarzt
Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
an der Technischen Universität Dresden
Fetscherstr. 74
01309 Dresden
Tel: 0351 - 458 5205
E-Mail: guenter.lauer@uniklinikum-dresden.de
Im Jahr seines 800. Jubiläums ist Dresden vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft als "Stadt der Wissenschaft 2006" ausgezeichnet worden. Als vielfältigste Wissenschaftslandschaft im Osten Deutschlands verfügt Dresden über eine Infrastruktur von zehn Hochschulen, drei Max-Planck-, vier Leibniz- und elf Fraunhofer-Instituten. Hinzu kommen zahlreiche Transfereinrichtungen, Netzwerke, Kompetenzzentren sowie forschende Unternehmen. Mit der Reihe "Aktuelles aus der Forschung" möchte das Projektbüro "Stadt der Wissenschaft 2006" herausragende Projekte aus den Dresdner Wissenschaftseinrichtungen vorstellen und Ansprechpartner für die weitere Recherche bieten.

Susann Pfeiffer | idw
Weitere Informationen:
http://www.dresden-wissenschaft.de

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