Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Untersuchung des Ammonium-Transports in lebenden Organismen

22.08.2006
Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Emmy-Noether-Forschungsgruppe

Mit dem Transport von Ammoniumionen über biologische Membranen beschäftigt sich eine neue Emmy-Noether-Forschungsgruppe, die im August 2006 ihre Arbeit an der Universität Göttingen aufgenommen hat. Unter der Leitung von Dr. Susana Andrade untersucht das Team von Nachwuchswissenschaftlern so genannte Ammonium-Transporter. Diese Amt-Proteine sind in fast allen lebenden Organismen anzutreffen und spielen in den Wurzeln vieler Pflanzen eine entscheidende Rolle bei der Stickstoffversorgung. Neben proteinbiochemischen und kristallographischen Analysen umfasst das Forschungsvorhaben vor allem Studien an isolierten Proteinen, die zu diesem Zweck in künstliche, kontrollierte Membransysteme eingebaut werden. Die Forschungsgruppe ist am Institut für Mikrobiologie und Genetik angesiedelt und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren mit der Finanzierung von fünf Personalstellen sowie mit Sachmitteln in Höhe von 340.000 Euro gefördert.

Wie Dr. Andrade erläutert, fixieren Bakterien in den Pflanzenwurzeln den Stickstoff der Erdatmosphäre zu Ammonium, das anschließend mit Hilfe der Amt-Proteine in weitere Pflanzenteile transportiert wird und die wichtigste Stickstoffquelle für die Biosynthese biologischer Makromoleküle darstellt. Die Göttinger Wissenschaftler haben bereits die Struktur eines Ammonium-Transportproteins aus einem speziellen hitzeliebenden Archaebakterium aufgeklärt. "Wir haben eine Reihe von Aminosäuren identifiziert, die vermutlich von entscheidender Bedeutung für den Transportprozess sind", so Dr. Andrade. "Unsere Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, grundlegende Fragen zur Funktion der Amt-Proteine zu beantworten."

Das DFG-Forschungsprogramm ist ein Exzellenzprogramm für Nachwuchswissenschaftler auf dem Weg zur Professur. Es ist benannt nach der Mathematikerin Emmy Noether (1882 bis 1935), die als erste Frau 1919 an der Universität Göttingen habilitierte.

Kontaktadresse:
Dr. Susana Andrade
Georg-August-Universität Göttingen
Biologische Fakultät - Institut für Mikrobiologie und Genetik
Justus-von-Liebig-Weg 11, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-4088, Fax (0551) 39-4082
e-mail: susana.andrade@bio.uni-goettingen.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/
http://www.img.bio.uni-goettingen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Auf der molekularen Streckbank
24.02.2017 | Technische Universität München

nachricht Sicherungskopie im Zentralhirn: Wie Fruchtfliegen ein Ortsgedächtnis bilden
24.02.2017 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie