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DNA kann Leukämie erkennen

08.08.2006
Schnellere Diagnose und neue Therapieansätze denkbar

Wissenschaftler um Ying Li der Universität Florida haben eine neue Methode entwickelt, mit der Leukämiezellen von gesunden Zellen unterschieden werden können. Sie haben eine Reihe von DNA-Proben entwickelt, die ausschließlich an den Krebszellen haften. Somit können diese viel einfacher identifiziert werden. Die Forscher hoffen, dass das Verfahren den Weg freimacht für eine schnellere Diagnose von Leukämie sowie für neue Therapieansätze. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift "Proceedings of National Academy of Sciences" veröffentlicht.

Das Wissenschaftlerteam entwickelte hunderte DNA-Proben, die es jeweils mit einem fluoreszierenden Protein kennzeichnete. Die Forscher basierten dabei auf die Erkenntnisse, dass sich DNA an Proteinen an der Oberfläche von Zellen binden kann und dass Krebszellen häufig genetische Änderungen erfahren, die das Erscheinungsbild der gesunden Zelle ändert. Anhand von Tests konnten sie nun jene Proben identifizieren, die nur an Proteinen an der Oberfläche von Krebszellen haften. Welche Proteine das genau sind, haben die Forscher bisher allerdings noch nicht entdeckt.

Momentan werden von allen zehn Tumoren neun durch Pathologen identifiziert, die unter einem Mikroskop nach Änderungen in den Zellen suchen. Mit bloßem Auge können die Krebszellen jedoch viel weniger genau identifiziert werden als mit dem neu entwickelten DNA-Verfahren. Die Forscher versuchen jetzt Proben zu entwickeln, die ausschließlich an bestimmten Typen Krebszellen binden. Somit entsteht die Möglichkeit, eine spezifische Diagnose des Krebs-Subtypen zu stellen.

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Die Wissenschaftler hoffen die Methode künftig auch anwenden zu können, um minimale individuelle Unterschiede zwischen Krebspatienten aufzudecken. Ärzte können die Behandlung dann auf die persönliche Situation des Betroffenen abstimmen. Außerdem hoffen die Wissenschaftler die Krebszellen mit der neuen Technik gezielt anfassen zu können. "Ein Marker, der den Tumor vom normalen Gewebe unterscheiden kann, ermöglicht eine gezielte Therapie, indem wir ein Medikament an diesem Marker befestigen", so Li.

Reanne Leuning | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ufl.edu
http://www.pnas.org

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