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Die Erforschung der Rolle von Chromosomenschäden bei der Vorhersagbarkeit von Krebs

19.07.2006
Im Rahmen des CANCER _RISK _BIOMARKERS-Projekts wurde eine umfassende Studie zur Vorhersagbarkeit des Krebsrisikos anhand verschiedener Arten von Chromosomenschäden durchgeführt.

Zu den größten Zielen der internationalen Forschungsgemeinschaft gehört die Bestimmung der potenziellen umweltbedingten und individuellen Risikofaktoren sowie Anzeichen von Krebs. Frühere Forschungsarbeiten belegten, dass sehr häufige chromosomale Aberrationen (CAs) in den peripheren Lymphozyten trotz Rauchens oder sonstiger gelegentlicher karzinogener Bedingungen das Krebsrisiko erhöhen können. Besonders die Einwirkungen durch Chemikalien und Strahlung haben nachweislich genotoxische Auswirkungen auf den Menschen.

Das Projekt diente hauptsächlich der Bestimmung von Ursachen für diese Resultate. Dabei wurden bestehende wie auch neu zusammengestellte Kohorten für die weitere Analyse verwendet. Noch vor kurzem beschränkten sich die zugänglichen Informationen über die Rolle der CA-Art bei der Vorhersagbarkeit von Krebs lediglich auf eine kurze Studie aus Taiwan. Deshalb wurden im Rahmen des Projekts Daten von Kohorten aus Skandinavien, Italien, Tschechien sowie weiteren NAS-Staaten gesammelt und analysiert. Diese Daten lieferten wertvolle Informationen über die CAs bei Chromatiden und Chromosomen sowie über die Schwesterchromatid-Austausche (SCEs - Sister Chromatid Exchanges) in Zusammenhang mit dem Krebsrisiko.

Ein wichtiges Ergebnis belegt, obwohl Chromatid-CAs ein Krebsrisiko anzeigen, dass die Chromosomen-CAs einen stärkeren Einfluss auf die Entstehung von Krebs haben. Es wird vermutet, dass die Einwirkung von ionisierender Strahlung eine Hauptursache für Chomosomen-CAs ist. In dieser Richtung wird es weitere Studien geben. Andererseits wurde für die SCEs keine wichtige Rolle bei der Vorhersagbarkeit von Krebs nachgewiesen. Dennoch können entsprechende Daten bei spezialisierten Studien zu berufsbedingten Einwirkungen von genotoxischen Karzinogenen hilfreich sein.

Die Daten aus den skandinavisch-italienischen und tschechischen Studien zu den CA-Typen wurden veröffentlicht und vorgestellt; die Ergebnisse von den übrigen NAS-Kohorten werden demnächst publiziert. Die Resultate zur Vorhersagbarkeit von Krebs durch SCEs in der italienischen Kohorte sind ebenfalls veröffentlicht worden; ein Manuskript über die Durchführbarkeitsstudie befindet sich in Vorbereitung. Voraussichtlich werden die Untersuchungen einen wichtigen Teil zu den europäischen und internationalen Krebsstudien beitragen, um diese schlimme Krankheit zu bekämpfen.

Lars Hagmar | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ymed.lu.se/eng/index.html

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