Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein neues Fütterungssystem fördert die Artenvielfalt bei Rädertierchen

30.05.2006
Rädertierchen spielen eine wichtige Rolle für die europäische Fischzuchtindustrie. Neue Forschungsergebnisse aus Belgien belegen, dass eine gemischte Ernährung die Artenvielfalt bei Rädertierchenkulturen entscheidend begünstigt.

Die Aquakultur erlebt in Europa dank der reichhaltigen und fruchtbaren Küstengewässer einen starken Aufschwung. Rädertierchen - kleine, im Meer lebende vielzellige Organismen - werden oft als eine wichtige Futterquelle für Fischlarven gezüchtet. Es wurde nachgewiesen, dass Rädertierchenkulturen mit hoher Artenvielfalt die besseren Eigenschaften besitzen. Nun kommt es darauf an, diesen Zustand zu erzielen und zu erhalten.

Biotechniker der Universität Gent in Belgien, die auf Fragen der Aquakultur spezialisiert sind, beschäftigten sich mit Futter und Fütterungsmethoden für die Rädertierchen, außerdem erforschten sie die Auswirkungen von diesbezüglichen Veränderungen auf die Artenvielfalt. Dafür wurden eine algenbasierte und eine hefebasierte Futterart verwendet und in Intervallen an die Rädertierchen verfüttert. Die Versuche bestanden aus satzweisen und halbkontinuierlichen Zuchtschemata.

Die belgischen Wissenschaftler fanden heraus, dass die Wachstumsraten unverändert blieben, aber mit der gemischten Fütterung ein hohes Maß an Artenvielfalt erreicht wurde. Die gute Nachricht für Aquakultur-Züchter ist, dass die bestehenden Fütterungssysteme nicht grundlegend verändert werden müssen. Es ist allerdings erforderlich, dass die Züchter oder Betreiber über die angestammte Norm hinaus gehen und diesen neuen Ansatz bei der Fütterung einbeziehen.

Zur weiteren Verbreitung dieses Wissens fand ein Workshop statt, der vom privaten Sektor aus erstaunlich gut besucht wurde. Zudem befindet sich eine wichtige wissenschaftliche Publikation dazu in Vorbereitung. Die Biotechniker sind noch auf der Suche nach weiterer finanzieller Unterstützung, um zu untersuchen, wie gut sich dieses Verfahren vom Labor- auf den Industrimaßstab übertragen lässt.

Kristof Dierckens | ctm
Weitere Informationen:
http://www.aquaculture.ugent.be/index.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Software mit Grips
20.04.2018 | Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt am Main

nachricht Einen Schritt näher an die Wirklichkeit
20.04.2018 | Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics