Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lamas helfen bei der Koffeinsuche in Getränken

15.05.2006
Forscher entwickeln einfachen Test

Konsumenten, die auf ihren täglichen Kaffee nicht verzichten wollen, aber dennoch ihren Koffeinkonsum verringern wollen, kommt die Entdeckung der US-Chemiker von der University School of Medicine in St. Louis gerade recht: Die Forscher haben nämlich ein Molekül in Lamas entdeckt, mit dem sich ganz einfach der Koffeingehalt eines Getränks feststellen lässt. Die Forschungsergebnisse wurden in der jüngsten Ausgabe des Magazins Analytical Chemistry veröffentlicht.

"Das Molekül soll für einen einfachen Test so modifiziert werden, dass sich auf einem Teststreifen lediglich die Farbe verändert, wenn das jeweilige Getränk koffeinhaltig ist", so die Forscher um Jack Ladenson. Damit könne jeder Konsument sofort und vor allem überall feststellen, ob der bestellte koffeinfreie Kaffee auch tatsächlich koffeinfrei ist", erklärt der Wissenschaftler. Bisher war der Koffeinnachweis nämlich nicht gerade einfach. Eine relativ umfangreiche Testserie mit großen Geräten war notwendig. "Ziel ist es den Test so benutzerfreundlich wie möglich zu machen", erklärt Dan Crimmins, der auch dem Forscherteam angehört. "Der Test soll so einfach sein, wie ein Schwangerschaftstest zu Hause."

Die Suche nach einem geeigneten Molekül war schwierig. Das Problem dabei war, dass die meisten Antikörper, die von Tieren gegen das Koffein gebildet wurden, den höheren Temperaturen nicht standhielten. Somit eigneten sie sich nicht für den Test eines heißen Aufgussgetränks. Bei Lamas und Kamelen hingegen waren die gegen Koffein gebildeten Antikörper robust genug, um Temperaturen bis 90 Grad Celsius standzuhalten. Die Wissenschaftler konnten die Antikörper extrahieren.

... mehr zu:
»Antikörper »Koffein »Lamas »Molekül

Obwohl Koffein, die populärste psychoaktive Substanz, als leicht verträgliches Aufputschmittel gilt, sollten manche Menschen davon Abstand halten. Da es in der Zwischenzeit schwierig geworden ist, koffeinfreien Kaffee von herkömmlichem rein geschmacklich zu unterscheiden, wurde der Ruf nach einem schnellen Koffeintest laut. Eine weitere Anforderung des Tests wird sein, die Bandbreite zwischen fünf und 80 bis 280 Milligramm Koffein pro Tasse zu unterscheiden. Denn auch der koffeinfreie Kaffee enthält rund fünf Milligramm Koffein je Tasse. Darüber hinaus sollen mit dem Test auch Softdrinks und Medikamente nach Koffeingehalt untersucht werden können.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://pubs.acs.org/journals/ancham/index.html

Weitere Berichte zu: Antikörper Koffein Lamas Molekül

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Besser lernen dank Zink?
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Raben: "Junggesellen" leben in dynamischen sozialen Gruppen
23.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen