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Kunststoffmikrochip aus dem Hause IMM setzt neue Maßstäbe in der Labordiagnostik

06.11.2001


Zu sehen vom 6. - 9.11.2001 auf der "Productronica", München - Halle B6 / Stand 329


Biochip mit 128 interdigitalen Sensorstrukturen



Die Einsatzgebiete des neuen Multiparameter-Diagnostik-Systems sind die Antigen-Antikörper- sowie die DNA-Diagnostik. Der Kunststoffmikrochip wurde in Zusammenarbeit mit dem belgischen Unternehmen Innogenetics und dem Forschungspartner IMEC gefertigt. Die drei Partner entwickeln ein Multiparameter-Testsystem für die biomedizinische Diagnostik. Dieses wird mittels Impedanzmessung gleichzeitig bis zu 128 Parameter in einer Patientenprobe nachweisen können. Der mikrostrukturierte, spritzgegossene Kunststoffchip bildet die zentrale Komponente. Auf dem Chip des Diagnostik-Systems befinden sich Mikroelektrodensensoren, die biochemische Reaktionen nachweisen.



Aktuelles gibt es auch aus der Sensorik. Auf dem Messestand stehen kleinste Mikrostrukturen in Form von schmalsten, freitragenden Siliziumbrücken für Durchflusssensoren im Mittelpunkt. Mikrostrukturen mit einem hohen Tiefe-Breite-Aspektverhältnis (bis zu 15) können entweder mittels Plasmatiefenätzen (ASETM) in Silizium oder lithographisch in Fotolacken bzw. in SU-8 realisiert werden. Solche Mikrostrukturen sind für die Herstellung von kleinsten Kunststofffunktionschips für Anwendungen in der Biotechnologie oder im High-Throughput-Screening erforderlich.

IMM ist ein anwendungsorientiertes F&E-Institut und richtet seine Aktivitäten nach den Markterfordernissen aus. Ein Team von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern - unterstützt von Kaufleuten - entwickelt marktfähige mikrotechnische Produkte sowie entsprechende Fertigungstechnik.



Christine Bauer | idw
Weitere Informationen:
http://www.imm-mainz.de

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